Friedensgipfel am Karfreitag
Nach der Entschuldigung des neue Basketball Abteilungsleiter Alexander Grütter für seine Mail vom 30. März, die zum sofortigen Rücktritt von Trainer Hartmut Oehmen geführt hatte und eines Zeitungsartikels, der die komplexen Ereignisse der vergangenen Tage schlichtweg falsch darstellte, hatten sich beide Parteien darauf verständigt, dass eine gemeinsame Aussprache das ganze Thema endgültig abschließen sollte.
Daher trafen sich am Freitag Abend Mitglieder des Willicher Hauptvorstands und der Basketball Abteilung mit dem ehemaligen Trainer in der Geschäftsstelle des WTV.
Nach gut 90 Minuten hatte man sich ausgesprochen. Dabei wurde klargestellt, dass es sich bei der 24 Sekunden Anlage, die Herr Oehmen nach seiner Kündigung mitgenommen hatte, eindeutig um seinen Privatbesitz handelt.
Anschließend einigte man sich auf folgende gemeinsame Erklärung:
Knapp eine Woche nach dem unrühmlichen Spielausfall der Begegnung der 1. Regionalliga des Willicher TV gegen die Citybaskets Recklinghausen haben sich die beiden Parteien am 06.04.2012 zusammengesetzt, um die ganze Angelegenheit gemeinsam aufzuarbeiten.
Am Samstag Abend erschien Herr Oehmen nicht zum letzten Meisterschaftsspiel. Einige Spieler der 1. Mannschaft hatten sich mit dem Trainer solidarisch erklärt und waren ebenfalls nicht erschienen.
Da von Seiten des Vereins nicht ausreichend Spieler erreicht werden konnten, waren nicht genügend Spieler anwesend und die Begegnung konnte nicht angepfiffen werden.
Beide Parteien bedauern ausdrücklich, dass es zu diesem Spielausfall gekommen ist, denn der spätere Meister Recklinghausen und die mitgereisten Fans hätten mit Sicherheit einen würdigen Rahmen verdient gehabt.
Bei allen Beteiligten, die durch den Spielausfall der o.g. Begegnung in irgendeiner Weise betroffen waren, möchten sich die beiden Parteien abschließend noch einmal ausdrücklich entschuldigen und Ihr Bedauern für das Geschehene ausdrücken. Dies gilt insbesondere für die Vereine aus Bochum und Recklinghausen und deren Fans sowie für den Vizepräsidenten des WBV Herrn Lothar Drewniok.
26. Spieltag
Begegnung gegen Recklinghausen fiel aus
Herr Oehmen ist am Freitag, den 30.04. um 11.08 Uhr aufgrund einer Mail des Abteilungsvorsitzenden Alexander Grütter, in der er ihn fälschlicherweise der Lüge sowie der absichtlichen Herbeiführung einer Niederlage bezichtigte, per eMail von seinem Amt als Trainer der 1. Mannschaft zurückgetreten. Innerhalb der nächsten 30 Minuten hat er per sms die Geschäftsführerin des Hauptvorstands Frau Gaby Heinemeyer sowie die die für das Tagesgeschäft der Basketball Abteilung wichtigen Personen Timo Dörfler und Roman Saborowski von seiner Kündigung informiert.
Danach fuhr Herr Oehmen nach Willich. Dort ließ er sich vom Hausmeister der Jakob Franzen Halle seine 24 Sekunden Anlage aushändigen, die er bei seinem Amtsantritt in Willich mitgebracht hatte.
Am Samstag Abend erschien Herr Oehmen aufgrund seiner Kündigung nicht zum letzten Meisterschaftsspiel. Einige Spieler der 1. Mannschaft hatten sich mit dem Trainer solidarisch erklärt und waren ebenfalls nicht erschienen.
Da von Seiten des Vereins nicht ausreichend Spieler erreicht werden konnten, waren nicht genügend Spieler anwesend und die Begegnung konnte nicht angepfiffen werden.
Recklinghausen hatte das Spiel somit 20:0 gewonnen und stand damit als Meister der Saison 2011/2012 fest. Da die Truppe von Georg Kleine bereits am Vorabend dank einer starken Leistung bereits den WBV Pokal gewonnen hatte, konnte sich der frisch bebackene Aufsteiger in die Pro B als verdienter Double Gewinner feiern lassen.
25. Spieltag
Nichts zu holen in Münster
Das letzte Auswärtsspiel der Saison führte die Wildcats nach Münster. Dort mußte man gegen ein Team antreten, das sich vor der Saison als Aufstiegskandidat positioniert hatte und sich nun auf dem achten Tabellenplatz wiederfindet. Um eine verkorkste Saison zumindest noch halbwegs zu retten, mußte man den Fans zumindest im letzten Heimspiel einen Sieg bieten und diese Entschlossenheit war den Gastgebern durchweg anzumerken.
Willich war ohne Simon Bennett angetreten, dem der Arzt eine Pause verordnet hatte, da sonst die Achillessehne zu reißen droht. Daher fehlte der zweite Kreative im Spielaufbau, aber zumindest war Amin Polzin nach mehrwöchiger Abwesenheit wieder mit dabei.
Bis zur 8. Minute konnte der Aufsteiger auch gut Mithalten und führte sogar 19:20, doch dann legte Münster den Turbo ein und beendete das erste Viertel mit 27:22.
Im zweiten Spielabschnitt waren die Raubkatzen eigentlich das bessere Team, doch vier unglaubliche Dreier von Placke in nur 3 Minuten hielten Münster im Spiel und ermöglichten eine 55:49 Führung des Uni-Teams.
Nach dem Seitenwechsel fand Willich aus unerfindlichen Gründen in den ersten fünf Minuten nicht statt und aus einem knappen 6 Punkte Vorsprung waren plötzlich 15 Zähler geworden. Eine Auszeit brachte die Gelbhemden zwar wieder in die Spur, doch zahlreiche merkwürdige Entscheidungen zumindest des einen der beiden Unparteiischen machten es der Truppe nicht gerade einfacher. Der 15 Punkte Rückstand hatte auch am Ende des dritten Viertels Bestand und nun mußte schon einiges passieren, um die Partie noch zu drehen.
Und es passierte auch so einiges.
Dave Boykin erzielte unglaubliche 19 Punkte in diesem Viertel und brachte das Publikum ein ums andere Mal zum Raunen. Aber es gab auch wieder dumme Ballverluste, Unkonzentriertheiten in der Verteidigung und Schiri Entscheidungen zum Kopfschütteln. Nach 40 Minuten hieß es dann 101:91 und die Zuschauer hatten ein interessantes Basketballspiel gesehen, das mit Münster einen unterm Strich verdienten Sieger gefunden hatte.
Der Showdown beginnt
Noch 2 Spieltage sind in der 1. Regionalliga zu absolvieren. An der Spitze fällt die Entscheidung um den Aufstieg in die Pro B zwischen Bochum und Recklinghausen und da die beiden Teams am vorletzten Spieltag noch gegeneinander spielen, wird der Bessere verdientermaßen aufsteigen.
Etwas anders sieht das im Tabellenkeller aus, wo Werne als erster Absteiger feststeht, aber gleich vier weitere Teams noch um den Klassenerhalt bangen müssen. Die schlechtesten Karten haben dabei leider wir, denn mit Münster (A) und Recklinghausen (H) haben wir mit Sicherheit das schwierigste Restprogramm und wir haben auch einen Sieg weniger auf dem Konto als die Mitkonkurrenten aus Meckenheim, Hagen und Sechtem.
Dennoch werden sich die Wildcats nicht aufgeben, verspricht Coach Hartmut Oehmen.
Wenn wir es schaffen in Münster zu gewinnen, haben wir 7 Siege.
BG Hagen wird aus seinen Spielen gegen Sechtem und Iserlohn mindestens einen Sieg einfahren und ist daher für mich definitiv durch.
Meckenheim spielt noch zu Hause gegen Schalke und Hagen Haspe. Gerüchte besagen, dass Schalke seine beiden Profis in den nächsten Tagen nach Hause schickt, was die Sache für Meckenheim ungeheuer vereinfachen würde. Wenn das passiert, traue ich denen sogar 2 Siege zu. Ein Sieg gegen Schalke unter diesen Voraussetzungen wäre zwar brutale Wettbewerbsverzerrung, aber was sollen wir machen ?!?
Bliebe dann noch Sechtem, die meiner Meinung nach gegen BG Hagen und Salzkotten verlieren werden. Doch leider haben die bereits 7 Siege und ständen daher aufgrund des besseren Vergleichs vor uns.
Wir müssen also schon beide Spiele gewinnen, um noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben und da für mich Recklinghausen DER Favorit auf den Aufstieg ist, wird das wohl nicht gerade einfach werden, aber im Sport ist eine Menge möglich.
Persönlich bin ich der Meinung, das Sechtem den Abstieg verdient hätte, denn die wollten Geld sparen und haben vor ein paar Wochen einfach mal ihren Ami nach Hause geschickt. Sowas würde man dann wohl "klassisch verzockt" nennen.
Aber Sport ist leider nun mal nicht fair und wenn wir von den 7 Spielen, die wir extrem knapp, unglücklich oder in Overtime verloren haben, nur 2 gewonnen hätten, dann müßten wir jetzt schon lange nicht mehr zittern.
24. Spieltag
Minikader verliert nur mit 10 gegen Tabellenführer
Nach den letzten beiden Siegen gegen Hagen-Haspe und Salzkotten mußten die Wildcats an diesem
Wochenende beim Tabellenführer in Bochum antreten. Die Aufgabe war also grundsätzlich schon hart genug, doch erschwert wurde das Unterfangen zusätzlich noch durch die Ausfälle von Amin Polzin und Sasa Zivanovic. Da die beiden Langzeit-Verletzten Fabian Kamphausen und Chris Dressen ja ohnehin ausfielen, trat Willich nun also komplett ohne große Leute an. Und da sich auch noch Peter Hähn aufgrund einer Erkältung nur sehr bedingt einsatzfähig gemeldet hatte, rekrutierte man aus der zweiten Mannschaft noch kurzfristig Daniel Lyb, damit man zumindest mit einem siebener Kader anreisen konnte.
Entsprechend locker auch die Ansprache des Coaches vor dem Spiel: "Spielt als Team zusammen, verletzt euch nicht und habt 40 Minuten Spaß da draußen."
Gesagt - getan. Die Jungs gingen raus und spielten völig unbekümmert auf. Bis zur fünften Minuten führte der Aufsteiger sogar und am Ende des ersten Viertels hatte sich Bochum gerade mal eine 25:17 Führung herausgespielt.
In der Viertelpause gabs dann ne Menge Lob und ermutigende Worte vom Coach: "Bochum wirkt gehemmt und die kommen nicht mit unserer Zone klar. Im 1 gegen 1 müssen wir uns nicht verstecken. Traut euch einfach was."
Das zweite Viertel begann, die Jungs trauten sich was und die Zuschauer ihren Augen nicht. Die frechen
Gäste hatten jeden Respekt abgelegt und alle sieben Spieler punkteten. Nach 16 Minuten traf Pete Hähn mit einem Dreier sogar zum 37:37 und man konnte die Unsicherheit des Tabellenprimus beinahe fühlen. Drei Dreier in 3 Minuten bewahrte die Hausherren vor einer größeren Blamage zur Pause. Das zweite Viertel gewann man mit 28:27 und 53:44 endete die erste Halbzeit.
Grinsende Gesichter in der Willicher Kabine, doch man war sich auch sicher, dass die Laune bei den Gastgebern nicht annähernd so gut war: "Die werden jetzt unglaublich intensiv beginnen und wir müssen in dieser Phase auf jeden Fall die Ruhe behalten. Wir werden nicht versuchen, ein hohes Thempo mitzugehen, sondern es muss uns vielmehr gelingen, Sie wieder möglichst schnell einzulullen." so die taktische Vorgabe für die zweite Hälfte.
Wie erwartet legte Bochum tatsächlich los wie die Feuerwehr, doch wirklich viel kam nicht dabei rum. In den ersten 5 Minuten erzielte der designierte Aufstiegsfavorit gerade mal 8 Punkte und nur 3 gute Schlußminuten mit 2 schönen Dreiern führten zu einem Viertel-Ergebnis wie man es vor dem Anpfiff grundsätzlich erwartet hatte (22:8).
Panik gab es auf der Wildcats Bank trotzdem nicht: "Die fühlen sich jetzt sicher und werden einen Gang zurückschalten. Wir spielen so weiter wie bisher und werden unsere Cancen nutzen. Wir haben nichts zu verlieren". Mit diesen Worten gingen die Gelbhemden in den Schlußabschnitt und es sollte sogar besser kommen als man erwartet hatte. Bochum wähnte den Gegner am Boden und schien einfach locker zuende spielen zu wollen, doch da machten Bennett, Boykin und Co. nicht mit. Ein 11:3 Lauf zum Beginn des Schlussabschnitts hätte dem Ruhrpott Team als Warnung dienen müssen, doch die Hausherren bekamen den Schalter einfach nicht mehr umgelegt. Statt konditionell unterzugehen gewannen die sieben wackeren Willicher das vierte Viertel mit 11:24. Der Tabellenführer hatte die Pflichtaufgabe zwar mit 86:76 erledigt, doch eine gelungene Generalprobe für das große Showdown gegen Recklinghausen sieht definitiv anders aus.
"Ich muß meinen Jungs ein riesiges Kompliment machen. Ohne Center, mit nur 7 Spielern, davon einer krank (16 Minuten / 8Punkte) und einer aus der Landesliga (26 Minuten / 5 Punkte) - das war schon großes Kino, was die da draußen gezeigt haben."
23. Spieltag
Wildcats kämpfen Salzkotten nieder
Als die Willicher Akteure am Samstag Abend die heimische Jakob Franzen Halle betraten, waren sie aufgrund des Fehlens von Center Amin Polzin vor der schweren Aufgabe gegen den Tabellenfünften aus Salzkotten nur sehr verhalten optimistisch und als man dann einen der beiden Schiedsrichter erblichte, sank die Hoffnung auf einen Sieg noch um ein paar Prozent mehr. Denn da stand genau jener Herr Giesler, der die Wildcats mit zahlreichen höchst fragwürdigen Entscheidungen den verdienten Sieg gegen Münster gekostet hatte.
"Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder erleben wir gleich eine Benachteiligung wie gegen Münster oder der Schiri versucht seine unterirdische Leistung von damals heute vergessen zu machen. Was auch immer passiert, wir werden keine Schiedsrichterentscheidung kommentieren und uns ausschließlich auf unser Spiel konzentrieren" so die Vorgabe von Willichs Coach vor dem Anpfiff.
Eines sei vorausgeschickt: Die beiden Unparteiischen boten eine tadellose Leistung und Herr Giesler hatte damals wohl wirklich nur einen rabenschwarzen Tag erwischt !!!
Aber nun zum Spiel:
Die Hausherren wußten, dass man dieses Spiel gewinnen mußte, wenn man zumindest noch eine theoretische Chance auf den Klassenerhalt aufrecht halten wollte und es war dem Team auch bewußt, dass die Leistung, die noch in der Vorwoche in Hagen zu einem Sieg geführt hatte, heute wohl auf keinen Fall ausreichen würde. Entsprechend konzentriert ging man insbesondere in der Verteidigung zu Werke und so erlaubte man den Gästen nur 15 Punkte im ersten Viertel. In der Offensive punktete jeder Spieler der Starting Five sofort mit seinem ersten Wurf und dabei fanden gleich 5 Dreier ihren Weg ins Ziel.
Doch der 25:15 Vorsprung schmolz im zweiten Viertel wieder etwas dahin, denn immerhin hieß der Gegner ja Salzkotten und dieses Team schaffte es auch den kurzfristigen Ausfall von Nino Garris zu kompensieren und kämpfte sich bis zur Pause wieder auf drei Zähler heran (51:48).
Trotz dieses kleinen Rückschlags hatte Wildcats Coach Hartmut Oehmen in der Halbzeitbesprechung fast nur Lob für seine Jungs parat. "Wir haben hart gearbeitet und gut als Team zusammen gespielt. Wenn wir dies auch in der zweiten Halbzeit so tun, werden wir dieses Spiel gewinnen, weil wir den Sieg einfach mehr wollen als die anderen" lautete seine kurze Ansprache beinahe wörtlich.
Anders als noch in Hagen wurde diese Vorgabe perfekt von jedem einzelnen Akteur umgesetzt und das schlug sich auch im Ergebnis wieder, denn Ende des dritten Viertels war der alte 10 Punkte Vorsprung wieder hergestellt. Und wieder konnten gleich 5 Spieler in diesem Viertel punkten und wieder traf beinahe jeder Dreier ins Ziel. (74:64)
Fünf Minuten vor dem Ende war der Vorsprung sogar auf 14 Zähler angewachsen, doch dann übermannte das Team wohl die Angst vor dem kurz bevorstehenden Überraschungserfolg, denn plötzlich ließ man sichere Chancen ungenutzt und für Salzkotten traf das Duo Baker/Wenningkamp nun aus allen Lagen. Eine knappe Minute vor dem Schlußpfiff stand es nur noch 89:87 und es gab Auszeit Willich. Man entschied sich gegen einen schnellen Korb durch ein System und für freies Spiel, das mit Korbleger abgeschlossen werden sollte. Doch es kam alles ganz anders:
Der Ball lief zwar durch die Reihen, aber da die Gäste gut verteidigten gab es keine Löcken in der Abwehr. Willichs Coach zählte laut die Sekunden des Angriffs mit, doch Dave Boykin hörte nur eine "2", die wie sich herausstellte von der Sälzer Bank kam und nahm einen unglaublich gezwungen Schleuder-Wurf von jenseits der Dreierlinie...
...und traf.
Im Gegenzug verkürzten die Gäste zwar noch einmal, aber das Spiel war gelaufen und die Wildcats hatten sich den Sieg verdienterermaßen erkämpft. Erwähnenswert außerdem die tollen Wurfquoten aus dem Feld von Martin Esters (80%) und Sasa Sivanovic (69%) sowie von Dave Boykin von der Dreierlinie (78%).
Die Freude über diesen Überraschungserfolg wurde durch die Nachricht des Meckenheimer Sieges gegen Sechtem zwar etwas getrübt, aber das Team hatte definitiv Moral bewiesen.
Schade, dass man mit Bochum, Münster und Recklinghausen das wohl schwierigste Restprogramm der Liga hat und nur ein Sieg aus diesen dre Begegnungen wohl kaum reichen dürfte.
22. Spieltag
Willich bleibt im Rennen
Nach der Niederlage aus der Vorwoche gegen BG ging es an diesem Samstag zum zweiten Hagener Team nach Haspe. Der Mitaufsteiger hat den Klassenerhalt bereits gesichert und daher hatte Willichs Coach Hartmut Oehmen bedingungslosen Einsatz gefordert, um dem Gegner von der ersten Minute an den Schneid abzukaufen. Im Grunde ein schlüssiges Konzept, doch es sollte ganz anders kommen.
Die Gastgeber, die sogar ohne zwei ihrer Leistungsträger auskommen mußten präsentierten sich in einer zerfahrenen Anfangsphase zwar nicht gut, aber zumindest einen Tick konzentrierter. Insbesondere die Abteilung "Gross" glich bei den Wildcats zum Auftakt eher einer Auswahl des Trabers des Jahres als einer entschlossenen Gruppe Basketballer. Die Quittung kam umgehend, denn die Herren durften schnell auf der Bank Platz nehmen. Das erste Viertel ging an Hagen und in der kurzen Pause gabs deutliche Worte. Der Vergleich mit einem U16 Kreisliga Team schien gewirkt zu haben, denn nun war zumindest ab und an soetwas wie Siegeswille zu erkennen. Toll war das zwar noch immer nicht, aber man sollte dem Team auch zugute halten, dass man aufgrund diverser Blessuren extrem routieren mußte. Simon Bennett pausierte in diesem Viertel komplett und hatte sich sogar die Schuhe ausgezogen, um die Schmerzen zu lindern. Amin Polzin konnte sich aufgrund seiner Knieprobleme nur in eine Richtung drehen und Brahim Bouklata humpelte aufgrund einer Muskelverhärtung auch mehr als er lief. Berücksichtigt man diese Komponente war man gewillt, die Aufholjagd wohlwollend zu betrachten und der Halbzeit, in der die Wildcats komplett eine enge Zone spielten, nicht das Prädikat "Not gegen Elend" aufzudrücken. Mit 32:32 ging es also in die Pause und hier wurde noch einmal Klartext geredet.
Die Worte schienen gewirkt zu haben, denn schnell führte man 40:34, doch dann schlichen sich wieder diese überflüssigen Unachtsamkeiten ein. Gott sei dank hatte Dave Boykin nun endlich zu seiner Form gefunden und auch Kai Bonzelett ließ wieder mal sein Können aufblitzen. 51:52 hieß es nach dem dritten Viertel. War diese knappe Führung nun das Signal für einen großartigen Schlußabschnitt ?
War es nicht. Denn nach nur 3 Minuten hatte ein 10:0 Lauf der Hausherren alle guten Vorsätze über den Haufen geworfen. Eine Minute später hatte der Coach beim Stande von 65:56 die Nase voll.
Auszeit - Manndeckung - Kämpfen - no excuses
Und endlich...
Die Jungs hatten verstanden und zeigten nun zumindest 6 Minuten lang, was ihr Coach eigentlich 40 Minuten lang erwartet hatte: Kein Ball wurde verloren gegeben und Hagen mußte für jeden einzelnen Wurf hart arbeiten. Aus dem Feld gelang den Gastgebern nur noch ein einziger Treffer und die Wildcats überrannten das junge Team aus dem Ruhrpott nun geradezu. Ein unglaublicher 20:4 Run sicherte den letztendlich verdienten Sieg der Mannschaft, die einfach mehr gewinnen wollte.
Wir haben heute hier mit Sicherheit kein spielerisches Glanzlicht gesetzt, aber in unserer Situation muss man das auch nicht. Wir mußten heute gewinnen, um die theoretische Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Das haben wir getan. Nicht mehr und nicht weniger. Ein besonderes Lob an dieser Stelle an Martin Esters. Er hat dem Team als Vorbild für bedingungslosen Einsatz gedient und die Jungs mitgerissen, so das Fazit des Willicher Trainers.
21. Spieltag
Willich verliert Big Point Game
Die Voraussetzungen waren denkbar ungünstig vor dem Rückspiel gegen den Tabellen Vorletzten BG Hagen, denn neben dem Langzeit Verletzten Fabian Kamphausen fiel aufgrund einer in Schalke zugezogenen Verletzung nun auch noch Center Amin Polzin aus. Das bedeutete, dass Neuzugang Sasa Zivanovic der einzige Big-Man der Wildcats sein würde - zu wenig wie sich später herausstellen sollten.
Da half es auch nichts, dass sich Simon Bennett trotz großer Schmerzen dem Team zur Verfügung stellte.
Das erste Viertel verlief jedoch noch relativ ausgeglichen, da Mostafa mit zwei schnellen Dreiern glänzte und Boykin einige Male schön zum Korb zog. Jedoch zeigten sich die Gäste bereits hier optisch überlegen und Center Fairley bereitete den Gelbhemden schon zu diesem Zeitpunkt erste Kopfschmerzen.
20:20 hieß es nach den ersten 10 Minuten, doch bereits nach 3 Minuten des zweiten Viertels hatte ein 13:0 Lauf der Hagener die Vorentscheidung gebracht. Die Hausherren hatten der schnellen und aggressiven Spielweise kaum etwas entgegen zu setzen und dazu kam dann auch noch die fehlende Größe unter dem Korb. Zur Halbzeit stand es 34:48 und damit war auch der direkte Vergleich aufgrund des 12 Punkte Sieges in Hagen verloren.
Ganz so einfach wollte man sich dann aber doch nicht abschlachten lassen und so ging man noch mal mit neuer Motivation ins dritte Viertel. Da mit Yatzoglidis, Boykin und Bennett zeitweise drei Guards auf dem Feld standen, lief der Ball kurzfristig gut durch die eigenen Reihen und so kam man auch zu guten Würfen. Den Vorsprung konnte man aber nicht wirklich verringern, obwohl man einmal bis auf 10 Punkte herangekommen war. Doch zumindest erreichte man in diesem Viertel ein Unentschieden (21:21), was die Zuschauer in der gut gefüllten Halle mit Beifall honorierten.
Der Schlußabschnitt ähnelte dann aber leider wieder dem zweiten Viertel. Hagen druckvoll, dynam isch und ballsicher. Willich hingegen zu verhalten, mit unnötigen Ballverlusten und phasenweise schlic htweg überfordert.
"Das Endergebnis fiel mit 70:100 vielleicht um 10 Punkte zu hoch aus, aber unterm Strich ging der Hagener Sieg absolut in Ordnung. Mit Ktistos und Fairley hat sich BG perfekt verstärkt und in dieser Zusammensetzung ist dieses Team alles andere als ein Abstiegskandidat. Das werden in den letzten Spielen auch noch andere Mannschaften erleben. Kaum zu glauben, dass die überhaupt da unten stehen." so das Fazit des Willicher Coachs.
Das Spiel des Jahres
Presented by: Brigitte Ommeln - Training and Coaching
Am morgigen Sonntag treffen die Wildcats auf den Traditionsclub BG Hagen, der sich etwas überraschend in dieser Saison im Abstiegskampf wiederfindet. Das Hinspiel in Hagen konnten die Gelbhemden zwar mit 12 Punkten Differenz gewinnen, doch so leicht wird es in der Jakob Franzen Halle mit Sicherheit nicht werden.
Im Hinspiel blieben mit einer Ausnahme alle Hagener Akteure unter ihrem üblichen Punkteschnitt und mit Ktistos, Fairley sowie Spohr stehen seit einiger Zeit auch noch drei neue Spieler als Verstärkung im Kader, die gemeinsam auf einen Punkteschnitt von 48 Zählern pro Partie kommen - eine echte Hausnummer !
Die Hausherren konnten sich mit Sasa Zivanovic und Raed Mostafa zwar ebenfalls personell verstärken, aber dafür musste man mit Fabian Kamphausen auch einen Langzeit Verletzten ersetzen und nachdem nun bereits seit einigen Wochen Simon Bennett fehlt, droht nun auch noch Amin Polzin auszufallen - eine Katastrophe.
Trotz Heimvorteil bedeutet das für die Wildcats, dass sie sich definitiv in der Außenseiter Rolle befinden, doch eine Niederlage darf sich der Aufsteiger im Grunde nicht leisten. Nach Hagens Sensationssieg vom Freitag Abend gegen Grevenbroich würde das Ruhrgebietsteam in der Tabelle an Willich vorbeiziehen und bei noch 5 ausstehenden Partien spräche auch das leichtere Restprogramm für Hagen.
Das Team von Coach Hartmut Oehmen ist also zum Siegen verdammt, denn dann hätte man einen Sieg und den direkten Vergleich Vorsprung. Doch das wird mehr als schwer und das Team benötigt dazu auch die Unterstützung von den Rängen.
20. Spieltag
Erwartete Niederlage gegen Schalke
Nach der Karneval-Pause mußten die Wildcats beim ursprünglichen Meisterschaftsfavoriten auf Schalke antreten. Nach einem klassischen Fehlstart haben sich die Königsblauen weitgehend gefangen und gehören seither zu den Topteams der Liga, doch vom Aufstieg redet dort natürlich niemand mehr.
Wie ein echtes Klasseteam legten die Hausherren dann auch los. Fast jeder Wurf fand sein Ziel und im ersten Viertel waren es sogar unglaubliche 7 Dreier. Eine 31:8 Führung war die Folge und das Spiel war eigentlich schon gelaufen.
Im zweiten Viertel besannen sich die Gelbhemden dann zumindest zeitweise auf die eigenen Stärken und auch in der Defense ließ man dem Gegner bedeutend weniger Spielraum. Aber genau in dieser Phase verletzte sich Amin Polzin nach einem Foul folgenschwer am Knie. Für den Center war das Spiel zu Ende und mit dick bandagiertem Knie verfolgte er das Geschehen von der Bank aus. Es ist mehr als fraglich, ob der Routinier am kommenden Sonntag gegen Hagen schon wieder mit dabei sein kann und neben Simon Bennett wäre das schon der zweite Ausfall aus der üblichen Starting Five. Das Team zeigte sich sichtlich geschockt und man war mehr als froh, dass es beim Stand von 48:31 in die Pause ging.
Nach dem Seitenwechsel war der Aufsteiger im Grunde nur noch bestrebt, die Begegnung ohne weitere Verletzungen zu beenden und das merke man in den meisten Aktionen. Schalke spielte im Gefühl des sicheren Sieges weiter unbeschwert auf und ließ gekonnt Ball und Gegner laufen. Selbst Liga Topscorer David Boykin konnte an diesem Abend keine nennenswerten Akzente setzen und erzielte lediglich 16 Punkte. Bester Schütze war heute Raed Mostafa mit 21 Punkten.
Im Schlussviertel überließen beide Trainer den Akteuren aus der zweiten Reihe weitgehend das Feld und auch hier zeigte sich, dass bei Schalke der zweite Anzug deutlich besser passte. Erfreulich zumindest die zwei Dreier von Landesliga Neuzugang Antonius Wehrhahn-Mees, der seinen ersten Einsatz überhaupt in der Regionalliga feierte.
Die ausgesprochen fair geführte Begegnung endete 104:68 für den Favoriten aus dem Ruhrpott und es bleibt abzuwarten, wie die Raubkatzen die Niederlage sowie die Verletzung von Center Amin Polzin verkraften. Zumal die beiden direkten Kontrahenten im Kampf um den Klassenerhalt nahezu unglaubliche Siege mit jeweils 20 Punkten Differenz gegen die Top Teams aus Grevenbroich bzw. Salzkotten verzeichnen konnten.
19. Spieltag
Schlechte Verteidigung Grund für Niederlage
Unter der Woche hatte sich die Knieverletzung von Fabian Kamphausen als Abriss des Innenbandes herausgestellt, was wohl das vorzeitige Saisonende für den Top Rebounder der Wildcats bedeutet. Als wäre das nicht schon schlimm genug, fällt auch noch Simon Bennett mit akuter Achillessehnenentzündung drei Wochen aus und Martin Esters muss gegen die Elephants aus beruflichen Gründen kurzfristig passen. Personell nicht also die besten Voraussetzungen degen den Tabellensiebten, bei dem allerdings auch Center Marvin Kruchen nicht mit dabei war.
Trotz dieser Ausfälle staunten die Zuschauer jedoch nicht schlecht, als sie beim Warmup plötzlich ein neues Gesicht im Wildcats Trikot entdeckten und die mitgereisten Fans aus Grevenbroich erkannten den Neuling relativ schnell. Es handelte sich um den ehemaligen Elephant-Akteur Sasa Zivanovic, der auch bereits in Düsseldorf Zweitliga Luft geschnuppert hatte.
Willichs Coach hatte sich bereits vor einigen Wochen höchst vorsorglich die Dienste des kräftigen Centers gesichert, obwohl dieser bereits seit über zwei Jahren nicht mehr aktiv war und heute war nun der Tag gekommen, dass man die Dienste des gebürtigen Düsseldorfers dringend benötigte.
Trotz dieser kurzfristigen Unterstützung starteten die Hausherren viel zu verhalten und die Dickhäuter begannen alles andere als träge. Von der Intensität mit der man noch vor einer Woche in Iserlohn einen 24 Rückstand aufgeholt hatte war so gut wie nichts mehr zu spüren. Die Gäste präsentierten sich agiler und egal welcher Wildcats Akteur auch das Feld betrat, es wurde nicht wirklich besser beim Aufsteiger.
12:27 stand es nach dem ersten Viertel und von diesem Rückstand sollten sich die Gelbhemden an diesem Abend nicht mehr erholen. Eine Umstellung auf Zonenverteidigung brachte zwar eine leichte Verbesserung, aber bis zur Pause war der Vorsprung der Gäste dennoch um weitere zwei Punkte angewachsen (35:51). Zuviele einfache Körbe wurden dem Gegner zugestanden, im Angriff wirkte das Spiel einfach nur statisch und ein echter Siegeswille war ebenfalls nicht zu erkennen. Zu diesen eigenen Unzulänglichkeiten gesellten sich dann auch noch zahlreiche merkwürdige Pfiffe der Unparteiischen, die an diesem Abend ganz einfach ins Bild passten.
In der
Halbzeit wurde die Problematik deutlich angesprochen, doch zurück auf dem Spielfeld war eine echte Leistungssteigerung nicht zu erkennen. Insbesondere Raed Mostafa, der in der Vorwoche noch mit 27 Punkten geglänzt hatte, stand heute weitgehend neben sich und da auch Kosta Yatzoglidis in der Verteidigung den letzten Biss vermissen ließ, konnte Grevenbroich sich weiter absetzen (52:74).
Im Schlussabschnitt peitsche Wildcats Coach Oehmen, der sich diese fast schon an Arbeitsverweigerung grenzende Spielweise einfach nicht mehr gefallen lassen wollte, seine Akteure immer wieder lautstark nach vorne und erstmals war soetwas wie Kampfgeist zu erkennen. Kurzzeitige Blackouts ließen den Gegner jedoch immer wieder einfach punkten und die Schiedsrichter sorgten mit unglaublichen Pfiffen immer wieder für Kopfschütteln.
Auch Dave Boykin hatte heute nicht seinen besten Tag, doch da er nun einige unglaubliche Würfe traf, konnte man zumindest noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben und das letzte Viertel gewinnen. Der Endstand lautete 85:101 und der Sieg der Elephants war an diesem Abend aufgrund der fehlenden Bereitschaft hart zu verteidigen absolut verdient.
"Natürlich ist es hart, wenn gleich 3 Spieler fehlen, aber einige Akteuren wollten heute einfach keine Drecksarbeit leisten. So kann man im unteren Tabellendrittel keine Spiele gewinnen. Mit der Leistung von Sasa Zivanovic war ich mehr als zufrieden. Er hat gut gekämpft und bereits Führungsqualitäten bewiesen. Über die Schiedsrichter könnte man heute eine Menge sagen, aber unterm Strich lag es nicht an Ihnen.
Wie zwei Unparteiische jedoch nicht sehen können, das im Vorfeld ein Verteidiger einen Angreifer auf dem Weg zum Korb mit beiden Händen bewußt zur Seite drückt (nur 3 Spieler im Vorfeld), aber sofort ein T pfeifen, wenn ich reklamierend aufspringe, obwohl ich mich nicht im Blickfeld des Vorfelds befinde, kann ich einfach nicht verstehen." so das Fazit des Willicher Trainers Hartmut Oehmen
18. Spieltag
Achterbahn in Iserlohn
In der Vorwoche hatte Iserlohn das Team aus Sechtem mit einer echten Klatsche (42 Punkte Differenz) nach Hause geschickt und so war man also gewarnt im Lager des Aufsteigers.
Dennoch überrollte die Noma Angriffslawine auch beinahe die Wildcats, wenn nicht Peter Hähn mit 3 Dreiern innerhalb von 5 Minuten sein Team zumindest halbwegs im Rennen gehalten hätte. 23:18 hieß es nach dem ersten Viertel und die Hausherren hatten sich so richtig in Fahrt gespielt.
Im zweiten Viertel versuchte Willich die läuferische Überlegenheit des jungen, gegnerischen Teams durch eine 3-2 Zone in den Griff zu bekommen, doch Iserlohn punktete aus allen Lagen und in der Verteidigung hielt man mit sehr körperbetontem Spiel die Zone sauber. Leichte Punkte ließ man grundsätzlich nicht zu und stoppte das Spiel notfalls mit einem deutlichen Foul.
Willich kam mit dieser härteren Gangart nicht zurecht und so stand es zur Pause verdientermaßen 51:34 für die Gastgeber.
In der Wildcats Kabine diskutierte man die Möglichkeiten für die zweite Halbzeit und man einigte sich auf eine 2-3 Zone, um die Ecken besser verteidigen zu können, doch auch dieses taktische Mittel brachte keine Verbesserung. Nach 4 Minuten war der vorsprung der Kangaroos auf 24 Zähler angewachsen und es sah so aus, als ob Willich das Sechtemer Schicksal würde teilen müssen.
Dazu war das Team aber nicht bereit, denn in der Auszeit in der Coach Hartmut Oehmen seine Stammkräfte Amin Polzin und Simon Bennett vom Feld nahm, ging plötzlich ein Ruck durch die Mannschaft.
Lautstark forderte Neuzugang Raed Mostafa "harte Manndeckung" und in den Gesichtern der Kameraden war Entschlossenheit abzulesen. Ex-Iserlohner Yatzoglidis, der nicht unbedingt für seine Defense-Künste bekannt ist, machte zusammen mit Dave Boykin bereits Ganzfeld Druck und die Jungster aus Iserlohn zeigten Nerven.
Auch hatte man sich inzwischen an die Linie der Unparteiischen gewöhnt und hielt jetzt körperlich dagegen, was der Gegner von einem doch schon geschlagenen Team auch nicht erwartet hätte. Der Vorsprung der siegessicheren Gastgeber begann zu schrumpfen und plötzlich war das Duo Boykin (31 Punkte) / Mostafa (27 Punkte) nicht mehr zu stoppen.
68:61 hieß es zwar noch nach dem dritten Viertel, aber von einer Klatsche redete nun niemand mehr in der Halle. Vielmehr hofften die Fans, dass die Aufholjagd der Gäste nun ein Ende hatte, doch zu Beginn des Schlussviertels machten die Wildcats da weiter wo sie angefangen hatten.
Peter Hähn und Martin Esters erkämpften sich unter dem eigenen Korb viele Bälle und vorne war das genannte Duo nicht zu stoppen. Fünf Minuten vor dem Ende war der Aufsteiger bis auf zwei Punke herangekommen und in der Halle war es ruhig geworden. Bahnte sich hier etwa eine Sensation an ?
Nein. Eine Sensation wurde es leider nicht, denn da wollte Iserlohns NUmmer 12 Nedzinskas einfach nicht mitspielen. Mit ein paar tollen Dreiern holte er seine Mannschaft zurück ins Spiel und die Aufholjagd hatte natürlich auch Kraft gekostet, zumal der Wildcats Kader erneut nur aus 8 Akteuren bestand.
Letztendlich nicht ganz unverdient gewann Iserlohn das Spiel mit 96:85 und die Zuschauer hatten es nicht bereit, an diesem Abend zum Basketball gegangen zu sein. Einen echten Klassenunterschied zwischen dem vierten und elften der Tabelle hatten sie jedenfalls nicht gesehen.
Kracher in letzter Minute verpflichtet
Kurz vor Ende der Wechselfrist wurden die Willich Wildcats doch noch einmal auf dem Spielermarkt tätig und verpflichteten mit Raed Mostafa ein in der Basketballszene recht bekanntes Gesicht.
Der gebürtige Bonner gab schon mit 16 Jahren sein Debüt in der 1. Bundesliga bei Telekom Bonn, nahm als U18 Nationalspieler an den Europameisterschaften teil und wurde bereits mit Alba Berlin deutscher Meister und Pokalsieger.
Zuletzt hatte Mostafa beim Ligakonkurrenten Bonn-Meckenheim gespielt und war im Hinspiel noch Topscorer gegen Willich gewesen. Doch dort kam er mit der Team Mentalität, sich zu schnell mit einer Niederlage abzufinden nicht ganz zurecht und hatte kurz vor Weihnachten um Auflösung seines Vertrages gebeten.
Als sich am Wochenende Fabian Kamphausen am Knie verletzte, reagierte Willichs Coach Oehmen sofort und kontaktierte den 2,03 Meter großen Allrounder. Da Mostafas Cousin lange Jahre unter Oehmen bei den Krefeld Panthers gespielt hatte, war man sich nicht völlig fremd und einigte sich innerhalb von wenigen Minuten auf ein Engagement bis zum Saisonende.
Letztendlich ermöglicht wurde der Wechsel dann durch die spontane Zusage des Autohauses Dresen, den neuen Spieler mit einem Pkw auszustatten, denn schließlich wohnt der 27jährige in Bonn, wo er zur Zeit auch beruflich tätig ist.
"Wir sind sehr froh, dass wir mit Raed Mostafa einen Spieler verpflichten konnten, der uns im Kampf um den Klassenerhalt qualitativ verstärkt. Ich habe immer gesagt, dass ich nicht aus purem Aktivismus irgendeinen Akteur holen werde, nur um einen Mann mehr auf der Bank zu haben. Da hätte ich lieber mit unserem Mini-Kader zu Ende gespielt. Doch nach dem Ausfall von Fabian Kamphausen bestand nun doch Handlungsbedarf und Raed kam da einfach wie gerufen. Ich denke, er passt auch von der Mentalität perfekt in unser Team, denn er hat das Spiel verstanden, aber vielleicht nicht mehr die ganz große Lust, den typischen Regionalliga Drill mitzumachen. Ich muss mich daher noch einmal ausdrücklich bei der Geschäftsführung des Autohauses Dresen bedanken, die diesen Transfer überhaupt erst möglich gemacht haben" so Wildcats Coach Hartmut Oehmen.

17. Spieltag
Auch den nächsten Big Point gesammelt
Die Vorzeichen waren klar, denn das Hinspiel in Meckenheim wurde stark ersatzgeschwächt mit 14 Punkten Differenz verloren und wollte man einen echten Big-Point landen, so mußte ein Sieg mit mindestens 15 Punkten Vorsprung her.
Genau das forderte Trainer Hartmut Oehmen in der Mannschaftsbesprechung vor dem Anpfiff von seinem Team dann auch und nahm neben den üblichen Leistungsträgern Boykin, Bennett, Polzin gerade die restlichen Akteure besonders in die Pflicht.
Auf dem Parkett schienen die Jungs diese Worte anfänglich aber noch nicht verinnerlicht zu haben, denn im ersten Viertel lief man eigentlich ständig einem Rückstand hinterher und nur dank eines überragenden Amin Polzins (14 Punkte in 10 Minuten) erreichte man ein Untentschieden (25:25). 
Ein ähnliches Bild auch im zweiten Viertel. Zwar hatten die Gäste Dr. Polzin nun im Griff, aber dafür punkteten die übrigen Raubkatzen und dank eines tollen Dreiers von Simon Bennett mit der Pausen-Sirene ging man mit einer 3-Punkte-Führung in die Halbzeit (49:46).
In der Kambine dann durchaus lobende Worte, doch vordringlich mahnende Erinnerungen an das gesteckte Ziel: Einen Sieg mit 15 Punkten Differenz !!!
Jetzt hatten die Gelbhemden Ihre Mission scheinbar verinnerlicht und angeführt von einem nun aufdrehenden Boykin ließ man den Gästen keine Zeit mehr zum Verschnaufen. Selbst der verletzungsbedingte Ausfall vom bis dahin stark aufspielenden Fabian Kamphausen konnte die Hausherren nicht mehr bremsen. Das dritte Viertel ging mit 21:12 an Willich, doch statt Freude und Zufriedenheit erwartete die Akteure erneut nur ein mahnender Coach, denn dieser redete nicht von einer 12 Punkte Führung, sondern von einem 3 Punkte Rückstand.
Dergleichen geimpft ging man dann ins Schlußviertel und als Peter Hähn den Bonnern 2 Dreier innerhalb von 60 Sekunden einschenkte, war der Wiederstand der Gäste definitiv gebrochen. Als fünf Minuten vor dem Ende der Vorsprung plötzlich 22 Punkte betrug, schienen die Meckenheimer erstmals zu realisieren, dass es hier nicht nur um einen normalen Sieg, sondern auch um den direkten Vergleich geht, doch die wichtige 15 Punkte Marke kippte nicht mehr. Meckenheim versuchte nun mit aller Macht den Ball zu stoppen und schickte Willich fast bei jedem Angriff an die Linie. Da Willich im kompletten Schlussviertel mit drei Guards spielte, entschieden sich die Bonner für den, der nicht der Starting Five angehörte, doch das war nicht die beste Entscheidung. Denn nun zeigte Kosta Yatzoglidis, was so ein richtig abgezockter Baller ist. In 2 Minuten erzielte der kleine Grieche unglaubliche 11 Punkte und Topscorer Boykin (37 Punkte) durfte letztendlich sogar die begehrte 100ter Marke knacken.
Man hatte das hoch gesteckte Ziel erreicht und zum ersten Mal mußten die Zuschauer am Ende nicht zittern, sondern konnten den Sieg in vollen Zügen genießen.
"Ich bin unglaublich stolz auf die Jungs, denn wirklich jeder hat seinen Teil zu diesem wichtigen Sieg beigetragen, auch diejenigen, bei denen man das auf dem Spielbericht Bogen nicht auf den ersten Blick sehen kann. Martin Esters hat zum Beispiel nach dem Ausfall von Fabian Kamphausen einen unglaublichen Job gegen Golembiowski gemacht und Kai Bonzelett war in der Defense die gewohnte Bank. Selbst Josip Rimac hat seine Rolle erfüllt, denn als Amin Polzin im zweiten Viertel plötzlich drei Fouls hatte, hatte ich mit ihm eine Alternative auf der Bank. Bei den Big Points, von denen ich vor der Saison gesprochen habe, sind wir bisher perfekt im Soll, denn sowohl gegen Werne als auch gegen Meckenheim haben wir nun den direkten Vergleich gewonnen. Ende Februar kommt nun das letzte Big Point Game und wenn wir das gewinnen, sollte das zum Klassenerhalt reichen - sofern uns nicht irgendwelche "merkwürdigen" Ergebnisse einen Strich durch die Rechnung machen." so das Fazit des Willicher Trainers.
16. Spieltag
Niederlage geht in Ordnung
Nur zwei Tage nach der überflüssigen Niederlage gegen den Tabellendritten aus Dortmund mußten die Wildcats in Sechtem antreten. Vom Papier her eigentlich eine leichtere Aufgabe, aber hatte das Team die Niederlage bereits weggesteckt und wie würde man die Belastung eines Doppelspieltages verpacken ?!
Anfänglich merkte man dem Team keine Doppelbelastung an, denn man brannte im ersten Viertel ein regelrechtes Dreier-Feuerwerk ab und folgerichtig gewann man das erste Viertel mit 22:25,
Auch im zweiten Viertel zeigten die Gäste noch eine ansprechende Leistung, aber bei Simon Bennett zeigten sich bereits jetzt ein deutlicher Kräfteverschleiß. Kosta Yatzoglidis sollte diese Lücke schließen, doch bei ihm lief an diesem Tag rein gar nichts zusammen, so dass David Boykin ganz auf sich allein gestellt war. Dank einer tollen Quote aus der Distanz war die Begegnung immer noch offen (44:39) und das Team hatte durchaus noch Hoffnung.
Nach dem Seitenwechsel mobilisierte man noch einmal alle Kräfte und es gelang sogar, den Rückstand zu verkürzen (54:53). Wieder einmal ging man in aussichtsreicher Position ins Schlussviertel...
...und wieder einmal mußte man die Halle mit leeren Händen verlassen. Aber diesmal war die Niederlage weder mega knapp (77:65) noch unverdient.
Die Hausherren waren auf den großen Positionen ganz einfach besser besetzt und da man die Dreierquote der ersten Halbzeit nach der Pause nicht wiederholen konnte, ging der Sieg von Sechtem absolut in Ordnung.
15. Spieltag
Kollektiver Blackout kostet den Sieg
Im ersten Heimspiel der Rückrunde mußten die Wildcats gegen den Tabellendritten aus Dortmund antreten und jedem im Team spukte noch die wohl bitterste Niederlage der Hinrunde im Kopf herum (mit einem Punkt in letzter Sekunde). Aber hatte man gerade gegen eines der Top Teams der Liga wirklich eine Chance ?
Das erste Viertel verlief jedenfalls recht vernünftig, denn nach mißglücktem Fehlstart mit zahlreichen gegnerischen Fastbreaks stellte man auf eine Zonen Verteidigung um und kämpfte sich so wieder heran. Nach 10 Minuten stand es 19:21 und die erste Bewährungsprobe hatte man überstanden.
Im zweiten Viertel konnte man an die gute Leistung der letzten Minuten anknüpfen und zur Pause hatte man dem Favoriten doch tatsächlich eine knappe Führung abgetrotzt (37:36).
Konzentriert wollte man auch die zweite Halbzeit angehen und es gelang dem Team auch recht gut, nach dem Seitenwechsel dieses Vorhaben umzusetzen. Boykin und Bennett zogen immer wieder kraftvoll in die Zone und Amin Polzin setzte sich ein ums andere Mal hervorragend unter dem Korb durch. Da Dortmund auch in diesem Viertel erstaunlich wenig dagegen zu setzen hatte, blieben die Hausherren weiterhin auf Kurs und vor dem letzten Viertel stand es schon beinahe sensationell 55:54.
Langsam begann das Team an seine Chance zu glauben und als Simon Bennet einen Steal selbst verwandelt und auch noch den Bonuswurf zu einer 8 Punkte Führung trifft, steht die Halle Kopf.
Dortmund nimmt 5 Minuten vor dem Ende eine Auszeit und nun passiert bei den Gelbhemden etwas unglaubliches. Trotz mahnender Worte des Coaches "dass dieser Vorsprung noch rein gar nichts wert ist..." läuft plötzlich auch rein gar nichts mehr zusammen. Alles, was 35 Minuten gut bis sehr gut funktioniert hat war wie ausgelöscht. Boykin und Bennett hatten plötzlich Angst vor der Verantwortung und die meisten Würfe waren schlichtweg schlecht oder erzwungen. Dortmund spielte nun so, wie es ein Tabellendritter tun sollte und legte dank des kollektiven Willicher Blackouts einen 23:2 Run hin, der zu einer 70:82 Niederlage führte.
Die Niederlage in Dortmund war knapp, aber diese Niederlage war extrem dumm und absolut unnötig. Selbst Dortmunds Coach attestierte dem Aufsteiger ein tolles Spiel und gab zu, fünf Minuten vor dem Ende nicht mehr an einen Sieg geglaubt zu haben.
14. Spieltag
Herz schlägt Geld
Im ersten Spiel der Rückrunde mußten sich die Wildcats sofort mit dem punktgleichen Tabellennachbarn aus Werne auseinandersetzten und da man das Hinspiel knapp mit 2 Punkten für sich entschieden hatte, würde der Sieger des Auftaktspiels in 2012 wohl auch den wichtigen direkten Vergleich für sich entscheiden können - ein echtes Big-Point-Game also.
Die Art der Vorbereitung in beiden Lagern auf diese richtungsweisende Begegnung hätte unterschiedlicher nicht sein können:
In Willich hatte man sich am Mittwoch erstmals wieder zusammengefunden, um in einem internen Trainingsspielchen die gute Stimmung der Weihnachtsfeier aufzufrischen und das Gefühl für den Ball wieder zu finden.
In Werne war man hingegen mit dem Einkaufswagen durch Osteuropa und andere Regionen gefahren, um dort einzusammeln, was zu bekommen war. Der Kader der Hausherren umfasste somit auch 12 Akteure, von denen gerade mal 4 !!! bereits im Hinspiel mitgewirkt hatten. Einem Akteur mutete man laut stolzem Pressebericht gar 20.000 Reisekilometer in einer Woche zu, um ihn rechtzeitig für die Begegnung in der Halle zu haben. Der Spieler bestätigte diesen Aufwand mit null Punkten und einem unsportlichen Foul.
Bei den Gelbhemden hingegen bis auf eine Änderung alles wie gehabt. Da sich kurz vor Abfahrt Center Michael Ladewig krank gemeldet hatte, rekrutierte man kurzfristig den 23jährigen Josip Rimak aus dem Landesliga Kader der 2ten Mannschaft - und der Junge sollte seine Sache mit 7:12 Minuten, 4 Fouls und 2 Punkten recht ordentlich machen.
Aber nun zum Spiel:
Die Hausherren legten motiviert los und führten nach 6 Minuten mit 14:10. In einer schnellen Auszeit forderte Coach Hartmut Oehmen seine Akteure auf, nun endlich den Schalter umzulegen und das taten die Herrschaften dann auch. Jeder einzelne ging mit so unglaublicher Intensität zum Korb, dass sich die Gastgeber nur mit Fouls zu helfen wußten. 15 Freiwürfe in nur 5 Minuten sprechen da eine deutliche Sprache und die 7 Punkte Führung nach dem ersten Viertel war somit hoch verdient.
Doch so schnell wollte Werne sich nicht geschlagen geben. Immer wieder war es der überragende Center Samanovic, der seine Farben mit unglaublicher Treffsicherheit und sogar zwei Dreiern im Spiel hielt. Doch Yatzoglidis, Boykin und Bennett hielten ebenfalls aus der Distanz hochprozentig dagegen, so dass die Führung zur Halbzeit zwar geschrumpft war, aber immer noch Bestand hatte (41 : 43).
Nachdem Peter Hähn bereits in der ersten Spielminute eine Duftmarke von der 3er Linie gesetzt hatte, eröffnete er auch die zweite Halbzeit mit einem schönen Dreier. Doch auch jetzt war Werne noch nicht bereit, sich geschlagen zu geben und in Spielminute 26 führte man sogar mit 56:52. Angetrieben von einem nicht zu stoppenden Boykin und einem aufopferungsvoll kämpfenden Bennett hielten die Wildcats jedoch dagegen und pünktlich zur Viertel-Sirene hatte man sich auch die Führung zurück erobert. (60 : 62)
Und dass man die nicht wieder abgeben wollte machte Dave Boykin mit seinem 5ten Dreier gleich nach dem Wiederanpfiff deutlich. "Not Tonite" lautete das Signal des US Imports und seine Teamkameraden hatten verstanden. Amin Polzin, der gegen den gut 10 cm größeren Samanovic unerüdlich gerackert hatte, setzte sich nun selbst 2x schön unter dem Korb durch und plötzlich wurde es leise in der mit knapp 400 Zuschauern gut besuchten Ballspielhalle.
Zwei unglaubliche Ballverluste bringen Werne jedoch dann noch einmal zurück ins Spiel. Plötzlich betrug die Willicher Führung nur noch einen Zähler und als Boykin innerhalb von 40 Sekunden mit seinen Fouls 4 und 5 vom Feld mußte, stand die Halle Kopf.
Wildcats Coach Oehmen reagierte sofort mit einer Auszeit, um Ruhe zu bewahren und das Team intern umzustellen. Yatzoglidis wurde vom Shooting Guard zum Point Guard und Fabian Kamphausen, der bisher gar nicht ins Spiel gefunden hatte, kam als zusätzliche Unterstützung unter dem Korb neu aufs Feld.
Foul an Bennett und 2 Freiwürfe Willich, doch der Kapitän, der bisher alle seiner 10 Freiwürfe getroffen hatte, konnte diesmal nur einen Ball im Korb unterbringen - 70 : 72
Auf der Gegenseite wird Syrrakos gefoult und auch er trifft nur einmal von der Linie zum 71 : 72.
Erneut stoppt Werne die Uhr und diesmal wird Yatzoglidis gefoult. Auch er trifft nur im zweiten Versuch und es steht 71 : 73.
Erneute Auszeit Willich und die warnenden Worte des Trainers: "Kein Dreier und kein And1, nach Möglichkeit auch kein Foul, sondern gute Verteidigung. Wir haben den Sieg mehr verdient. Zu oft schon haben wir knapp verloren."
Noch eine Minute ist zu spielen und Werne bringt den Ball. Willich verteidigt hart aber fair. Werne wirft und Kamphausen greift sich den wichtigsten Rebound des Spiels. Im Gegenzug wird Bennett gefoult und erneut trifft er nur einmal zum 71 : 74.
Wieder Auszeit Willich und die gleiche Forderung wie zuvor: "Keine Dreier, kein And1"
Wieder arbeitet die Verteidigung gut doch Samanovic ist nur durch ein Foul zu stoppen. Der Center bleibt cool und verkürzt auf 73 : 74.
Willich mit dem vermeindlich letzten Angriff, doch natürlich macht Werne mächtig Druck und Bennett verliert unnötig den Ball. Noch 10 Sekunden zu spielen. Werne hat Einwurf in der Willicher Hälfte und liegt nur einen Punkt zurück. Beinahe jede Aktion kann die Entscheidung zugunsten der Hausherren bringen, doch was macht Neuzugang Syrrakos ?! Völlig unbedrängt wirft er den Ball vom Seitenaus ins Aus der Grundlinie und Willich ist wieder in Ballbesitz.
Yatzoglidis schafft es ein paar Meter zu dribbeln bis er gefoult wird, trifft den zweiten Freiwurf zum 73 : 75 und das Spiel ist aus.
Willich gewinnt einen zum End
e unnötig spannenden Basketball Krimi verdient mit 2 Zählern und sichert sich damit nicht nur die Punkte, sondern auch den direkten Vergleich gegen Werne im Kampf um den Klassenerhalt.
"Ich bin riesig stolz auf die Jungs, denn jeder einzelne ist heute an seine Grenze gegangen und hat seinen Teil zu diesem Sieg beigetragen. Wenn ich sehe, dass ein 41jähriger Peter Hähn einen "Profi" wie Smigic auf 5 Punkten hält und selbst 6 erzielt, dann weiß ich, dass wir hier in Willich mit unseren Mitteln so einiges richtig machen."
13. Spieltag
Hinrunde in Recklinghausen beendet
Der letzte Spieltag der Hinrunde führte die Wildcats zum Aufstiegskandidaten nach Recklinghausen. Die Siegchancen gegen dieses Topteam, das in der Vorwoche sogar den Tabellenführer Bochum in eigener Halle geschlagen hatte waren von vorn herein doch sehr gering und daher hatte das Team die alljährliche Weihnachtsfeier auf den Vorabend dieser Begegnung gelegt. Und besagte Feier war ein Volltreffer !!!
Ein Volltreffer, der erst gegen 7.30 Uhr morgens endete und so machte man sich leicht angeschlagen auf den Weg nach Recklinghausen.
Dort sah man sich einem gut formierten, topfitten Team gegenüber und man hatte dem aggressiven Sturmlauf von Beginn an so
gut wie nichts entgegenzusetzen. Gegen die gut organisierten Schnellangriffe der Hausherren hätte man es auch an anderen Tagen brutal schwer gehabt, doch in der heutigen Verfassung war kaum echte Gegenwehr zu erkennen.
Die gute Stimmung des Vorabends ließ sich das Team jedoch auch durch die zahlreichen Körbe der Gastgeber nicht vermiesen. Man wechselte munter durch und spielte so gut mit wie es nur eben ging. Frustration, unnötige Fouls oder gar Schuldzuweisungen gab es nicht und als es nach 40 Minuten 111:51 hieß, klatschen sich die Gelbhemden gegenseitig ab und gratulierten dem verdienten Sieger.
Die Hinrunde war somit Geschichte und der Teamspirit der Wildcats hatte trotz zahlreicher, teilweise höchst unglücklicher Niederlagen nicht gelitten. Eine Tatsache, die nach so vielen Siegen in den vergangenen 4 Jahren nicht unbedingt selbstverständlich war.
Im Januar geht das Abenteuer 1. Regionalliga für die Raubkatzen weiter und im Willicher Lager ist man sich sicher, dass so einige Gegner noch die Krallen des Teams spüren werden...
Überragende Weihnachtsfeier
Auf der Suche nach einem geeigneten Termin für die diesjährige Weihnachtsfeier wurde das Team relativ schnell fündig: Der Freitag Abend vor dem letzten Hinrunden-Spiel in Recklinghausen sollte es sein. Da man sich beim Tabellen Zweiten ohnehin keine reelle Siegchance ausrechnete, waren die sportlichen Zweifel ruckzuck aus dem Weg geräumt. Denn schließlich sollte es ja auch eine sportliche Weihnachtsfeier werden - man hatte ja eine Kegelbahn im Willicher Restaurant Split gebucht.
Bei hohen und niedrigen Hausnummern ging es um ein edles Jordan Trikot mit Aufschrift "Kegelgott" und schon bald entwickelte sich ein Dreikampf zwischen Coach Hartmut Oehmen, Center Amin Polzin und Neuzugang Martin Esters.
Für die übrigen Akteure waren die drei und Herr Slivovitz einfach nicht zu schlagen.
Insbesondere letzterer entpuppte sich als unüberwindbarer Gegner. Nur die Antialkoholiker Polzin und Oehmen zeigten sich auch noch zu späterer Stunde unbeeindruckt. Da der Coach das gesponserte Trikot nicht selbst gewinnen wollte, kam es zu einem finalen Stechen zwischen Esters und Polzin. Nach hartem Kampf, den Martin sogar mit einer zerrissenen Jeans bezahlen mußte, setzte sich Herr Dr. Polzin souverän durch und ließ sich vom einzigen Spieler des Abends, der einmal "alle Neune" schaffte (Peter Hähn), zum Kegelgott küren.
Nach einem Siegestänzchen ging es dann weiter ins Op de Eck und nur der Langzeitverletzte Chris Dressen sowie US Topscorer Dave Boykin strichen bereits zu diesem Zeitpunkt die Segel (2.30 Uhr).
Dort ging es beim Kickern sportlich weiter und Simon konnte es einfach nicht fassen, dass es einen Laden gibt, in dem ein Wodka/Red Bull nur 2,50 € kostet...
...der Rest des Abends kann leider nicht weiter dokumentiert werden, denn den Beteiligten fehlen aus unerklärlichen Gründen wichtige Fakten.
12. Spieltag
Coach bricht goldene Regel
Gegen Münster hatten sich die Wildcats viel vorgenommen, denn das Uni Team glänzte bisher nicht gerade mit Beständigkeit. Dennoch wurde die Anfangsphase mal wieder verschlafen und nach nur 3 Minuten führten die Gäste bereits mit 2:12. Eine schnelle Auszeit mit deutlichen Worten brachte die Raubkatzen jedoch auf Kurs. Ein 17:3 Run war ein Beweis dafür, dass die Einstellung nun stimmte und so stand es nach dem 1. Viertel 25:20.
Doch UBC wollte sich nicht kampflos geschlagen geben und erhöhte die Intensität. Unterstützt durch einige recht wohlwollende Pfiffe der Unparteiischen wechselte die Führung nun hin und her und zur Halbzeit lagen die Hausherren sogar knapp mit 37:40 in Rückstand.
In der Kabine diskutierte man die doch sehr zweifelhaften Pfiffe, doch Willichs Coach lehnte die Bitte einiger Akteure ab, den Unparteiischen kurz auf einige getätigten bzw nicht getätigten Pfiffe anzusprechen. "Ich kenne diesen Schiri und schon die leiseste Kritik oder der Versuch mit ihm zu reden wirkt sich eher negativ auf den weitern Spielverlauf aus. Wir konzentrieren uns auf unser Spiel und bleiben ruhig." so die Worte von Hartmut Oehmen.
Im dritten Viertel schien diese Entscheidung nicht die Richtige gewesen zu sein, denn zweifelhafte Pfiffe wurden nun zu haarsträubenden und auch das Publikum äußerte immer lauter seinen Unmut bei den sich häufenden Fehlentscheidungen. Insbesonder Wildcats Pointguard Boykin schien zum Freiwild erklärt worden zu sein, denn selbst Fouls von 2 verschiedenen Akteuren in einem Angriff am Willicher US Import blieben oft ungeahndet. Frustrierte Blicke bei den Spielern in der kurzen Pause vor dem vierten Viertel, denn inzwischen war der Vorsprung der Gäste auf 7 Zähler angewachsen (50:57).
"Nicht resignieren und nicht aufgeben" hieß die Prämisse vor dem Schlussabschnitt und 3 Minuten vor Spielende hatten sich die Gelbhemden trotz widriger Umstände tatsächlich bis auf einen Punkt herangekämpft.
Wer würde in der Crunchtime das Heft in die Hand nehmen und sein Team zum Sieg führen ?
Egal, ob man hoffte, dass es der Münsteraner Günther oder der Willicher Boykin sein würde. Die Fans aus beiden Lagern sahen sich getäuscht, denn es war ein gewisser Herr Giesler. Besagter Akteur hatte zwar bisher noch keinen Treffer erzielt, doch im Fokus des Geschehens stand er bereits häufiger und in der letzten Minute übernahm er nun völlig - mit seinen Pfiffen.
Einen Wurf eines Münsteraners, der direkt vor der Willicher Bank deutlich sichtbar auf der Linie stand, verlegte er nach außerhalb. Den Kommentar "Das gibt es doch gar nicht" (wörtliches Zitat), ahndete er bereits auf dem Weg zur Mittellinie mit einem technischen Foul gegen die Bank - und das, obwohl in den 39 Minuten zuvor weder ein Willicher Akteur noch der Trainer wegen Reklamierens verwarnt worden war. Die ungläubige Frage des Willicher Kapitäns Bennett: "Sie können doch nicht mit so einer Entscheidung 30 Sekunden vor Ende die Partie entscheiden ?!" beantwortete der Unparteiische mit: "Doch, kann ich. Siehst du doch."
Und Herr Giesler hatte recht. Das Spiel war entschieden.
Willichs Coach konnte den Pfiff nicht fassen und sprach kein Wort bis die Schiris auf dem Weg in die Kabine waren.
Mit den Worten "Entschuldigung, könnten Sie mir den Pfiff zum technischen Foul jetzt bitte mal erklären" wand er sich an den Referee. Dieser antworte wörtlich mit: "So, nun pass mal auf..." worauf er von Willichs Trainer unterbrochen wird mit: "Das ist doch wohl der falsche Ton". Daraufhin dreht sich Herr Giesler um und verschwindet wortlos in der Kabine.
Minuten später verlassen die Unparteiischen umgezogen die Kabine und werden von Herrn Oehmen und einigen Spielern mit den Worten: "Können wir jetzt mal in Ruhe über Ihren Pfiff reden ?" angesprochen.
Die Willicher Akteure lauschten nun fassungslos den Ausführungen des Herrn Giesler.
Erst war es für ihn ein klasklarer Dreier, doch als er dann mit der Aussage konfrontiert wurde, dass der Spieler unstrittig auf der Linie gestanden habe und dass er selbst den Wurf auch nicht als Dreier angezeigt hatte und erst beim Treffer plötzlich beide Hände hob, sagte er, dass der Wurf doch gar nicht drin gewesen war (wie verwirrt muss man sein ?!). Den Ruf "Das gibt es doch gar nicht" hätte er mit einem T geahndet, weil Herr Oehmen dabei wild gestikuliert hätte. Doch auch das entsprach definitiv nicht der Wahrheit, denn Willichs Coach war dabei sich hinzusetzen und Herr Giesler war bereits auf dem Weg zur Mittellinie, so dass er in die entgegengesetzte Richtung schaute. Mit diesen Tatsachen konfrontiert verließ er fluchtartig die Halle.
"Ich habe eigentlich die goldene Regel, nie über Schiedsrichterleistungen zu reden, denn so wie Spieler Fehler machen, so dürfen das auch die Schiris. Schließlich sind auch sie Menschen und die meisten Fehlentscheidungen gleichen sich im Laufe eines Spiels irgendwie aus. Aber heute sehe ich mich dazu zum zweiten Mal in all den Jahren gezwungen.
Mein Team begeht nachweislich die wenigsten Fouls der Liga, doch heute lautet das Freiwurfverhältnis 16:31. Das bedeutet, dass Philip Günther alleine mehr Freiwürfe zugesprochen bekam als mein gesamtes Team. Nichts gegen Günther, er hat ein gutes Spiel gemacht, doch es kann nicht sein, dass ein Spieler jeden Pfiff bekommt, weil er klein und leicht ist und so jeder minimale Kontakt sofort Wirkung zeigt. Auf der anderen Seite ist Simon Bennett halt ein kräftiger Spieler, der nicht sofort aus der Bahn geworfen wird, wenn man ihn berührt. Doch bei ihm oder Dave Boykin wurden selbst deutlichste Kontakte nur selten geanhndet. Das katastrophale T am Ende des Spiels war nur die Spitze des unrühmlichen Eisberges.
Jeder kann mal einen schlechten Tag haben. Dieses Recht müssen auch Schiedsrichter haben. Aber wenn man mit seiner oberlehrerhaften, unnahbaren Art förmlich Anspruch auf päbstliche Unfehlbarkeit erhebt und offensichtliche Fehlentscheidungen mit wirren Falschaussagen versucht zu rechtfertigen, dann ist das nicht im Sinne des Sports. Unter normalen Umständen hätten wir das heutige Spiel gewonnen und wir hätten es verdient gehabt." so Willichs Coach Hartmut Oehmen
11. Spieltag
Bochum eine Nummer zu groß
Nachdem der Wildcats Kader in der Vorwoche gerade mal 7 Spieler umfasst hatte, fehlte heute sogar noch zusätzlich Dr. Amin Polzin, der beruflich verhindert war. Damit das Team nicht nur aus 6 Akteuren bestand, hatte Coach Hartmut Oehmen sich kurfristig bei der 2. Mannschaft bedient und Timo Dörfler sowie Daniel Lyb aus der Landes- in die Regionalliga berufen.
Soviel sei vorweg genommen: Die beiden machten Ihre Sache gut und konnten sogar punkten.
Auch sonst gestaltete sich das Spiel der Wildkatzen gegen den ungeschlagenen Tabellenführer aus Bochum recht ansehnlich, obwohl es natürlich nie eine echte Siegchance für den Aufsteiger gab.
Von Beginn an zeigten die Gäste, wer der Herr im Haus war und nach 10 Minuten führte das Ruhrpott Team bereits mit 14:24. Im zweiten Viertel zeigten die Wildcats allerdings die Zähne und erreichten ein achtbares 24:27, so dass die Halbzeitführung des Liga Krösus nur 38:51 lautete.
Auch nach der Halbzeit bot sich den Zuschauern in der Ausweichhalle Ackerstraße ein unverändertes Bild. Bochum gab den Ton an und Willich war bemüht, munter mitzuspielen. So war die Partie zwar relativ einseitig, aber doch keinesfalls unansehnlich. Nach dem dritten Viertel stand es 56:75 und nur im Schlussabschnitt lief nun der Ball bei den Hausherren nicht mehr so uneigennützig durch die Reihen. Insbesondere Kosta Yatzoglidis hielt den Ball oft viel zu lange, wovon auch seine drei Dreier innerhalb von 5 Minuten nichts ändern konnten.
Da die Begegnung aber aufgrund der eindeutigen Kräfteverhältnisse ohnehin nur verstärkten Freundschaftsspiel Charakter hatte, blieb dieses Verhalten aber ohne große Konsequenzen - sollte sich aber in Zukunft nicht wiederholen.
Willich unterlag dem wohl zukünftigen Meister 76:104 und hatte sich trotz dieses Ergebnisses und trotz des Fehlens von Center Amin Polzin deutlich besser verkauft als noch in Salzkotten.
"Bochum hat einen unglaublich ausgeglichenen Kader und ist auf fast allen Positionen qualitativ hochwertig doppelt besetzt. Howard und Korbi gehören zum Besten, was die Liga zu bieten hat und und eigentlich kann sich dieses Team nur selbst schlagen. Als Trainer kannst du mit so ner Truppe nicht viel falsch machen." so der respektvolle Kommentar des Willicher Coachs.
1o. Spieltag
Rumpftruppe chancenlos
Gerade mal 7 Aufrechte waren Wildcats Coach Hartmut Oehmen geblieben, um die Reise zum Auswärtsspiel nach Salzkotten anzutreten und eigentlich waren es nur 5 gesunde Akteure, denn sowohl Simon Bennett (Leiste) als auch Dave Boykin (Knöchel) hätten unter normalen Bedingungen nicht spielen dürfen. Doch die beiden bissen ungeachtet der persönlichen Statistikwerte auf die Zähne und stellten sich unter Schmerzen in den Dienst der Mannschaft.
Und genau diese beiden waren es dann, die mit 2 aufeinander folgenden Dreiern nach 5 Minuten eine 10:4 Führung für Willich heraus schossen, doch das waren beinahe schon alle Gäste Höhepunkte der ersten Hälfte. Drei Minuten später erzielte Kosta Yatzoglidis mit einem weiteren Dreier die letzte Willicher Führung zum 13:12 und von nun an spielte nur noch Salzkotten.
Das erste Viertel endete 23:15 für die Gastgeber und im zweiten Viertel erhöhten die Hausherren mit unglaublicher Treffsicherheit auf 51:24. Die Begegnung war gelaufen und es ging jetzt nur noch um Schadensbegrenzung.
Unter dem Motto: "Das Spiel können wir zwar nicht mehr gewinnen, a
ber die zweite Hälfte beginnt für uns beim Stande von 0:0" ging die überschaubare Truppe wieder aufs Parkett.
Dort spielte man den Gegner zwar nicht gerade schwindelig, aber man hielt zumindest gut dagegen und die Begegnung endete nicht mit einem Debakel. Die Partie wurde äußerst fair zuende gespielt und nach 40 Minuten mußte sich der Aufsteiger mit 92:64 geschlagen geben. Die zweite Halbzeit hatte man demnach nur mit einem Punkt Differenz verloren - ein achtbares Ergebnis.
Liga Top-Scorer blieb mit 10 Punkten und einer Wurfquote von unterirdischen 16% meilenweit von seiner sonstigen Leistung entfernt (26 Punkte pro Spiel im Schnitt), aber dafür punkteten 4 andere Spieler zweistellig.
"Unterm Strich war diese Niederlage absolut verdient und ich glaube, dass wir auch in Bestbesetzung an diesem Tag gegen Salzkotten enorme Probleme gehabt hätten. Nach Grevenbroich war das bisher die stärkste Truppe mit der wir es zu tun hatten." so das Fazit des Wildcats Trainers
9. Spieltag
Double Overtime in Willich
Nach dem Sieg bei BG mußten die Wildcats eine Woche später gegen den zweiten Hagener Club antreten, doch Haspe ist mit 4 Siegen deutlich besser in die Saison gestartet als der traditionsreiche Stadtrivale. Dennoch hatten sich die Gelbhemden einen zweiten Sieg in Folge vorgenommen und entsprechend konzentriert ging man an die Sache heran.
Von Beginn an traf man hochprozentig aus dem Feld und das Teamplay war absolut vorbildlich. Die knappe 26:25 Führung nach dem ersten Viertel war daher mehr als verdient und so konnte es weiter gehen.
Das tat es dann auch mit tollen Würfen aus dem Feld und der Ball lief vorbildlich durch die eigenen Reihen. Aber plötzlich war sie wieder da, die alte Krankheit von der Freiwurflinie (1 von 8) und so stand es zur Pause nur 47:47.
In der Kabinenansprache gab es dann eigentlich auch nicht viel zu sagen, denn bis auf die katastrophale Freiwurfquote war die erste Halbzeit gegen Hagen das wohl Beste, was das Team in der laufenden Saison gezeigt hatte und daran galt es in der zweiten Halbzeit anzuknüpfen.
Genau das tat die Mannschaft dann auch, aber leider hielt Hagen gut dagegen und so ging es weiter mit diesem engen Kopf an Kopf Rennen. Allerdings merkte man beiden Teams an, dass sie dem mörderischen Tempo der ersten Hälfte Tribut zollen mußten, doch es blieb ein wirklich ansehnliches Basketballspiel. In diesem dritten Viertel hatten die Gäste nach 10 Minuten mit 2 Punkten die Nase vorn und so ging es mit 62:64 in den letzten Spielabschnitt.
Was nun folgt war ein Basketballspiel wie ein Hitchcock Thriller.
Innerhalb von 3 Minuten machten die Raubkatzen aus einem knappen Rückstand dann eine 70:64 Führung, doch die Gäste zeigten sich nur kurz beeindruckt und 15 Sekunden vor dem Ende führte Hagen sogar mit 72:74. Doch David Boykin rettete die Wildcats mit einem tollen Solo in allerletzter Sekunde in die absolut verdiente Verlängerung.
Gleich zu Beginn der Overtime setzte Simon Bennett mit einem tollen Dreier eine persönliche Duftmarke, doch wieder hatte Hagen eine Antwort parat und beim Stand von 79:82 nur 15 Sekunden vor dem Ende schien der Fisch gegessen. Doch erneut war es Simon Bennett, der mit einem unglaublichen Dreier aus gut 8 Metern den Ausgleich und somit die zweite Verlängerung erreichte.
In den ersten 3 Minuten der second Overtime blieb es dann beim spannenden Kopf an Kopf Rennen, doch dann waren es 2-3 persönliche Fehler bzw. Unkonzentriertheiten, die die Gäste auf die Siegerstraße brachten (90:97) und zudem schien der Korb für Würfe aus dem Feld auch plötzlich wie vernagelt - da halfen auch die 100% von der Freiwurflinie nichts.
Wieder mußten sich die Wildcats in einem echten Basketball Krimi geschlagen geben und wieder einmal hatten sie gezeigt, dass sie durchaus in der Liga mithalten und die Zuschauer prächtig unterhalten können. Leider hatte man aber erneut vergessen, den Sack rechtzeitig zuzumachen. Hoffentlich recht sich das am Ende der Saison nicht.
Kreuzbandriss bei Chris Dressen
Befürchtet hatte man es schon seit längerem, doch nun ist es amtlich:
Christian Dressen zog sich im Spiel gegen Dortmund einen Riss des Kreuzbandes zu und fällt damit für den Rest der Saison für die Wildcats aus.
"Chris ist technisch bestimmt nicht einer der begnadetsten Akteure unseres Teams, aber er ist der Fighter in der Truppe und mit seiner Intensität hat er schon oft die anderen Jungs mitgerissen. Chris war meine erste Neuverpflichtung als ich nach Willich kam. Ich sah ihn in einem Landesliga Spiel von Osterath gegen Bayer Uerdingen und wußte sofort: Den muss ich haben.
Die dummen technischen Fouls wegen unbeherrschter Meckerei haben wir ihm ausgetrieben und dabei doch sein riesiges Kämpferherz bewahrt. So komisch es aufgrund seiner spielerischen Defizite auch klingen mag, aber den Ausfall von Chris können wir aus dem Team heraus nicht kompensieren. Einen Typen wie ihn haben wir sonst nicht annähernd im Kader."
so der persönliche Kommentar von Willichs Coach Hartmut Oehmen
Gute Besserung auf jeden Fall von allen Wildcats Fans.
8. Spieltag
Ein Big-Point zum Geburtstag
Am Mittwoch hatten die Wildcats in einem Freundschaftsspiel beim Tabellenführer der 2. Regionalliga noch eine deutliche Niederlage kassiert, doch Coach Hartmut Oehmen hatte bereits vor der Begegnung betont, dass die Partie gegen Düsseldorf nicht ergebnisorientiert geführt werden würde und nur dazu dienen sollte, das Zusammenspiel wieder zu stärken.
So wurde Amin Polzin gar nicht und der angeschlagene Simon Bennett nur phasenweise eingesetzt. Dafür spielten Michael Ladewig, Brahim Bouklata und Kosta Yatzoglidis umso länger - eine Maßname, die sich wenige Tage später in Hagen auszahlen sollte. Denn dort präsentierten sich die Raubkatzen trotz 6 Niederlagen in Folge als gut gelaunte Einheit, die auf jedem Fall ein Erfolgserlebnis erzwingen wollte.
Im ersten Viertel war zwar eine Steigerung im Vergleich zu den vorangegangenen Spielen zu erkennen, wobei insbesondere Amin Polzin stark ansteigende Form zeigte, doch die Hausherren führten dennoch mit 22:17.
Willich geriet jedoch nicht in Panik und blieb der eingeschlagenen Linie des verstärkten Teamplays treu, doch auch die Trefferquote von der Freiwurf- und der 3-Punkte-Linie blieb unverändert schwach. Der Hagener Vorsprung schmolz trotzdem auf einen Punkt zusammen (33:32) und die Begegnung war wieder offen.
Die Halbzeitansprache war kurz und sachlich:
Mehr Konzentration bei den Würfen, verbessertes Reboundverhalten und absoluter Siegeswille !!!
Und diesmal nahmen die Akteure ihren Coach beim Wort. Kein Ball wurde verloren gegeben, nur ein Freiwurf verfehlte sein Ziel und die Freiwurfquote aus der Distanz stieg von 8 auf über 40%. Das Viertel wurde mit 18:8 gewonnen und der Wiederstand der BG`ler war gebrochen.
Im Schlussviertel sorgte der Einsatz der Bank-Spieler dafür, dass die Intensität unverändert hoch blieb
und jeder Versuch einer Ergebniskorrektur der Gastgeber wurde von vorn herein im Keim erstickt. Insbesondere den inzwischen 33jährigen Kosta Yatzoglidis hatte in Hagen niemand auf der Rechnung. Der Routinier, der erst seit 3 Wochen wieder bei den Wildcats aktiv ist, konnte in nur 5 Minuten beinahe ohne Gegenwehr 9 Punkte erzielen und hatte damit großen Anteil an den wachsenden Unmutsäußerungen im Hagener Publikum. Diese waren insbesondere in den letzten Minuten nur allzu verständlich, denn Hagen zeigte nun keinerlei Gegenwehr mehr - von einem echten Aufbäumen ganz zu schweigen.
Die Wildcats spielten die Partie souverän zu Ende und genossen den sicheren Sieg bereits auf dem Spielfeld. Die Begegnung endete 67:55 und der Aufsteiger hatte nicht nur seinen ersten Auswärtserfolg, sondern auch einen ganz wichtigen Sieg gegen einen direkten Mitabstiegskandidaten auf dem Konto.
"Das war heute ein echter Big-Point, aber es liegt noch eine Menge Arbeit vor uns. Der Sieg gegen Hagen ist wichtig, darf aber nicht überbewertet werden, denn gegen einen motivierteren Gegner wäre es bestimmt wieder eine enge Kiste geworden.
Wir wollten diesen Sieg unbedingt und wir wollten Pete ein schönes Geschenk zu seinem 41sten Geburtstag machen. Beides ist uns gelungen. Jetzt geht es kommende Woche gegen das zweite Team aus Hagen und das ist eine ganz andere Hausnummer." so Coach Hartmut Oehmen nach Spielende
Golomb verläßt die Wildcats
Nach dem Spiel gegen Schalke gab es in der Kabine deutliche Worte des Trainers, denn zu eigensinnig agierten die Guards und zu oft wurde der besser postierte Mitspieler übersehen. Boykin und Bennett zeigten sich einsichtig und nachdem sich fast alle Akteure in einem sehr positiven Gespräch geäußert hatten, war die Luft wieder bereinigt und die Stimmung so gut wie sie nach einer Niederlage halt sein kann.
Dies galt allerdings wohl nicht für Matthias Golomb. Der 36jährige Shooting Guard hatte sein Trikot in der Kabine gelassen und erschien am Montag auch nicht zum Training.
Golomb hatte sich in der Kabinenaussprache besonders deutlich über mangelndes Vertrauen der Guards gegenüber den Shootern beklagt und das besonders auf seine Person bezogen. Der Rücktritt war daher wohl seine folgerichtige Konsequenz.
"Persönlich bedauere ich seine Entscheidung, denn Matthes spielt genau seit 20 Jahren mit bzw. unter mir. Mit 16 habe ich ihn in die 1. Mannschaft von St. Tönis geholt und seitdem haben wir unglaublich viel erreicht - mit den Panthers in die 2. Liga und mit Willich nun in die 1. RL. Seine Kritik war teilweise berechtigt, doch seine eigene Leistung schätzt er in dieser Saison leider nicht realistisch ein. Wenn man als 3er Spezialist keinen seiner 7 Würfe verwandelt und die persönliche Statistik einen negativen Effizienzwert ausweist, dann sollte man nicht der lauteste Kritiker im Team sein, sondern vor allem an sich selbst arbeiten."
so Wildcats Coach Hartmut Oehmen
7. Spieltag
Für 10 Minuten die Ordnung verloren
Nach der deutlichen Niederlage in Grevenbroich mit katastrophaler Reboundstatistik hatte man sich im Willicher Team so einiges vorgenommen. Dumm nur, dass der Gegner heute Schalke 04 hieß und somit einer der Topfavoriten seine Visitenkarte beim Aufsteiger abgeben musste. Da es bei den Königsblauen aber bisher alles andere als rund lief, stand das Spiel unter dem Gästemotto "Neuer Anfang in Willich".
Trotz aller guter Schalker Vorsätze kamen die Hausherren nach anfänglichen Schwierigkeiten jedoch gut ins Spiel und konnten das erste Viertel sogar mit 18:15 für sich entscheiden.
Auch die ersten 3 Minuten im zweiten Viertel waren noch sehr ansehnlich, doch beim Stande von 24:23 entstand plötzlich ein Bruch im Wildcats Spiel. Ohne erkenntlichen Grund lief einfach gar nichts mehr zusammen. Ungenaue Pässe, falsche Entscheidungen, schlechte Würfe - alles kam plötzlich zusammen. Auf Schalker Seite lief hingegen US Import McKnight zu ganz großer Form auf. In den verbleibenden 7 Minuten bis zur Pause erzielte er 12 Punkte, was sein Konto damit auf 20 Zähler anwachsen ließ. Wieder einmal ging es für die Wildcats mit einem 12 Punkte Rückstand in die Pause, obwohl man doch gerade das verhindern wollte (27:39).
Nach dem Seitenwechsel ein unverändertes Bild. Bei Willich lief nichts, bei Schalke alles zusammen. Drei Minuten nach dem Wiederanpfiff war der Gästevorsprung auf 22 Punkte angewachsen und das Spiel war im Grunde gelaufen. Die Gelbhemden stellten nun auf eine Zonendeckung um und gestalteten die Partie optisch nun ausgeglichener, doch ein wirklich zählbarer Erfolg wurde nicht erzielt. Aber zumindest wuchs der Vorsprung nicht weiter an und es ging mit 45:64 ins letzte Viertel.
Dank einiger schöner Dreier wurde dieser Spielabschnitt sogar knapp gewonnen, doch die Luft war längst raus aus der Begegnung. Schalke gewinnt mit 85:67 und erhielt dabei großzügige Schützenhilfe der Gastgeber.
"Wir haben 30 Minuten das Spiel ausgeglichen gestalten können. Im ersten Viertel waren wir sogar die bessere Mannschaft, doch nach 13 Minuten reißt bei uns aus unerfindlichen Gründen plötzlich für 10 Minuten der Faden und nichts läuft mehr zusammen. Diese Phase, in der unsere Guards das Spiel komplett aus der Hand geben, bringt uns um die Früchte unserer Arbeit. Da dies schon Mitte der ersten Hälfte begann, kann es nicht an konditionellen Mängeln liegen, aber bei einer kurzen, gemeinsamen Besprechung nach Spielende hatte auch keiner der Spieler eine Erklärung parat. Wir werden das jetzt in Ruhe analysieren und versuchen, die Fehler abzustellen. Eine Niederlage gegen Schalke ist kein Grund zur Panik." so Wildcats Coach Hartmut Oehmen. 
Gleich nach Spielende trennte man sich nach nur 3 Begegnungen von Alexander Günther.
"Wir hatten eine Testphase von drei Spielen vereinbart, um zu sehen, ob es von beiden Seiten aus passt.
Sowohl Spieler als auch Verein stimmten der Auflösung zu und so war es ein sauberes Ende in beiderseitigem Einvernehmen.
Wir wünschen Alex für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg"
6. Spieltag
Katastrophe unter dem Korb
In der Kabine hatten die Spieler ihrem Coach zum 46jährigen Geburtstag noch ein gemeinsames Ständchen geboten, doch kurz darauf lief auf dem Spielfeld zwischen den Willicher Akteuren nicht mehr viel zusammen.
Von der ersten Minute an präsentierten sich die Gastgeber aus Grevenbroich agiler und die Überlegenheit unter dem Korb war unübersehbar. Nun sollte man meinen, dass die Wildcats versuchten, ihre geringere Körpergröße durch erhöhten Kampfgeist wett zu machen, doch weit gefehlt. Die Aktionen der Raubkatzen blieben zahm und wirkten fahrig und unkonzentriert. Sicher geglaubte Bälle wurden leichtfertig verloren und selbst simple Einwürfe landeten ohne Druck beim Gegner. Da auch die sonstige Verteidigung alles andere als überzeugend zu nennen war, hatte insbesondere Antonio Houston jede Menge Gelegenheit sich warm zu schießen. Vier Dreier und 17 Punkte bis zur Halbzeit waren seine beeindruckende Ausbeute, was die 44:29 Führung der Elephants ermöglichte.
In der Pause dann erstaunte Gesichter bei den Wildcats Akteuren, denn ausgerechnet an seinem G
eburtstag wurde Coach Hartmut Oehmen zum ersten Mal in seinen 4 Jahren in Willich richtig laut. Solch eine Einstellung wollte er sich nicht länger bieten lassen. Big Men, die nicht zum Rebound gehen und Guards, die den Ball nicht passen - das mußte ein Ende haben.
Die Spieler zeigten sich einsichtig, doch nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild. Aus der Starting Lineup schien allein David Boykin bereit, sich nach Kräften zu wehren. Folgerichtig mußten die Herren Polzin, Kamphausen, Bonzelett und Bennett auf der Bank Platz nehmen. Matthias Golomb organisierte auf der ungewohnten Center Position lautstark die 2-3 Zone und Hähn, Günther, Yatzoglidis, Boykin kämpften um jedem Meter Raum. Der 30 Punkte Vorsprung der Dickhäuter schmolz auf 15 Zähler zusammen und Elephants Coach Heimo Förster mußte seine Schützlinge in einer Auszeit lautstark wachrütteln.
Leider gelang ihm das auch und wieder war es Houston, der mit 2 schönen Dreiern die aufkeimende Hoffnung der Gäste beerdigte. Die Gastgeber hatten die Partie für sich entschieden und auch die Höhe des Sieges ( 91:69) ging aufgrund der entschlosseneren Einstellung absolut in Ordnung.
"Wenn der Gegner 31 Rebounds mehr holt als das eigene Team ergibt das bei der Grevenbroicher Trefferquote aus dem Feld ca 26 Punkte. Da die Differenz am Ende des Spiels 22 Zähler betrug, muss man weder ein großer Mathematiker noch Basketball Fachmann sein, um zu erkennen, wo die Problematik heute lag." so das Fazit von Hartmut Oehmen
5. Spieltag
Tolle Aufholjagd nicht belohnt
Im dritten Heimspiel mußten sich die Wildcats mit den Korbjägern aus Iserlohn auseinandersetzen.
Das Team von Trainer Matthias Grote hatte sich ursprünglich den Aufstieg in die 2. Bundesliga zum Ziel gesetzt, hat aber bereits 2 Niederlagen auf dem Konto und so war ein Sieg gegen den Aufsteiger Pflicht. Entsprechend konzentriert legten die Gäste los und die 5:11 Führung nach 5 Minuten war die logische Konsequenz. Eine Willicher Auszeit brachte die Hausherren jetzt zwar spielerisch in die Spur, doch die Iserlohner Akteure ließen keine einfachen Körbe zu und stoppten grundsätzlich jede Aktion in der Zone mit einem Foul. Daraus resultierten sage und schreibe 16 Freiwürfe in nur 5 Minuten, doch die Gelbhemden trafen davon nur ganze 5x - eine unterirdische Quote.
Insbesondere Amin Polzin (0 von 6), der erst am Vortag von einem Ärztekongress aus New York zurückgekehrt war, schien der Jetlag noch in den Knochen zu stecken, denn er sollte im gesamten Spiel nie zu seiner Linie finden. So stand es nach dem ersten Viertel aufgrund der vielen vergebenen Freiwürfe nur 19:25. 
Im zweiten Viertel gab es dann keine weitere Gelegenheit, erneut von der Linie zu versagen, denn man erarbeitete sich erst gar keine Chancen unter dem Korb. Bennett und Boykin waren in diesem Viertel die einzigen Scorer, aber die beiden Guards schafften es auf der anderen Seite auch nicht, ihre Mitspieler wirkungsvoll in Szene zu setzen. Die Kangaroos präsentierten sich da deutlich cleverer und zogen bis zur Halbzeit auf 33:46 davon. Die Partie schien gelaufen.
In der Willicher Kabine haderten man kurz mit den vergebenen Freiwürfen und zahlreichen zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen, doch dann besann man sich auf die große Stärke der Wildcats: die Kampfkraft und den Willen, nie aufzugeben.
Mit neuer Motivation und einer engen Zonen Verteidigung startete man in die zweite Hälfte.
Zwei schnelle Körbe bestärkten die Gäste noch in ihrem Glauben, dass aufgrund ihres 17 Punkte Vorsprungs der Fisch nun gegessen sei, doch nun drehte Willich auf. Beinahe jeder Wurf traf, zahlreiche Rebounds wurden erkämft und in der Verteidigung machte man die Räume geschickt eng. Das bisher beste Viertel der laufenden Saison endete 29:13 und aus den 17 Punkten Rückstand hatte man eine 2 Punkte Führung gemacht (61:59).
Doch diese Energieleistung hatte natürlich Kraft gekostet und Iserlohns Coach nutzte die Viertelpause, um seine junge Truppe wieder wachzurütteln. Bis zum Schlusspfiff entwickelte sich nun ein spannender Kampf um jeden Punkt, aber ein kurzer Hänger Mitte des Viertels brachte den Gästen einen schnellen 7:0 Run, dem die Wildcats jetzt erneut hinterher laufen mußten. Immer wieder kämpfte man sich heran, doch die Führung konnte man nicht mehr erlangen. Ein Dreier-Versuch von Bennett zum Ausgleich wurde Sekunden vor dem Ende geblockt und im Gegenzug erzielte Iserlohn mit dem Abpfiff die Punkte zum 82:87 Endstand.
Ein spannendes Spiel, ein großer Fight mit unglaublicher Moral, doch letztendlich eine Niederlage für die Wildcats. 
Überragend an diesem Abend David Boykin mit 38 Punkten und erfreulich auch, dass Simon Bennett wieder zu seiner Form der vergangenen Jahre zurückgefunden zu haben scheint. Leider blieben mit Amin Polzin und Kai Bonzelett zwei Akteure deutlich unter Ihren Möglichkeiten, was letztendlich wohl den Unterschied ausmachte.
"Wir haben uns heute deutlich besser präsentiert als in Meckenheim, doch wir müssen das Zusammenspiel noch weiter verbessern. Die beiden kommenden Kür-Begegnungen gegen Grevenbroich und Schalke sind für uns gute Möglichkeiten, daran zu arbeiten und auch die neuen Spieler Kosta Yatzoglidis und Alexander Günther perfekt zu integrieren. Denn in den danach folgenden Pflicht-Spielen gegen die Teams aus Hagen und Salzkotten müssen wir als Mannschaft funktionieren, um die nötigen Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einzufahren." so Wildcats Coach Hartmut Oehmen
Neuer Sponsor für die Wildcats
Trotz der Niederlage gegen Meckenheim gab es am Wochenende auch eine gute Nachricht für die Regionalligatruppe aus Willich, denn mit Brigitte Ommeln konnte ein neuer Sponsor für die Wildcats gefunden werden.
Aber Frau Ommeln wird nicht nur als normaler Sponsor für die Wildcats auftreten, sondern die Basketball Abteilung auch in Finanz- und Sponsoring-Angelegenheiten beratend unterstützen.
"Frau Ommeln ist ein absoluter Kommunikations-Profi und wird uns helfen, Arbeitsergebnisse zu optimieren und unsere Sponsoren-Akquise auf professionelle Beine stellen" so Wildcats Coach Hartmut Oehmen.

Brigitte Ommeln ist Ihre Expertin in allen Fragen rund um Finanzen, Vermögen und privater Absicherung. Seit mehr als 20 Jahren
beobachte ich den Markt und kenne das Geschäft. Mein Fachwissen Ihnen zur Verfügung stellen: das ist meine Beratungsphilosophie. Damit Sie auch morgen noch wissen, wem Sie im Dschungel der Versicherungstarife und des Börsenlateins vertrauen können.
4. Spieltag
Niederlage ohne 4 in Meckenheim
Die Voraussetzungen vor der Begegnung in Meckenheim waren denkbar ungünstig, denn mit Polzin, Ladewig, Dressen und Dörfler fehlten
gleich vier Wildcats Akteure und auch Matthias Golomb war noch nicht wieder fit, wollte dem Team jedoch auf jeden Fall unterstützend zur Seite stehen. Kurzfristig konnte das Willicher Urgestein Franz-Josef Grips reaktiviert werden, doch der 2 Meter Mann hatte eineinhalb Jahre kein Spiel bestritten und auch der zweite Neuzugang Alexander Günther verfügte nicht über aktuelle Spielpraxis.
Mit einem notdürftig aufgestockten 9er Kader traten die Wildcats also die Reise an und die Anfangsphase begann dann auch entsprechend zerfahren. Nach 4 Minuten lag man 0:11 zurück und das erste Viertel endete 14:27.
Anfangs des zweiten Viertels betrug der Rückstand zeitweise sogar 19 Punkte, doch ganz so einfach wollte man sich dann doch nicht abschlachten lassen. Die Raubkatzen fuhren ihre Krallen aus und zur Halbzeit hatte man den Rückstand auf erträgliche 8 Zähler zurück geschraubt.
Im dritten Viertel steigerten die Gäste angeführt von den überragenden Boykin und Kamphausen die Intensität
sogar noch und nach 30 Minuten hatte man sich tatsächlich bis auf einen Punkt herangekämpft. Doch die Aufholjagd hatte eine Menge Kraft gekostet, zumal das Willicher Spiel an diesem Tag vermehrt aus Einzelaktionen bestand. Aber ein echtes Teamplay konnte man von diesem kurzfristig zusammen gewürfelten Haufen eigentlich auch nicht erwarten. Zwangsläufig schwanden bei den Akteuren die Kräfte und da Leistungsträger Simon Bennett an diesem Abend ungewohnt viele falsche Entscheidungen traf, nutzten die Gastgeber ihre Chance eiskalt aus und beendeten die Begegnung wie sie sie begonnen hatten – mit einem 11:0 Lauf, der zur 67:81 Niederlage der Wildcats führte.
„Die Ausfälle unserer beiden Brettcenter konnten wir nicht kompensieren und ohne diese Spieloption fehlte uns ein wichtiges Mittel im Angriff. In der Verteidigung haben wir es trotz einer tollen Aufholjagd nicht verstanden, einfache Korbleger der Gegner zu unterbinden. Wenn man in der ersten Halbzeit mit bis zu 19 Punkten zurückliegt, aber als Team nur 5 Fouls macht, darf man sich nicht wundern, wenn der Gegner immer wieder den einfachen Abschluss sucht. In den vergangenen Jahren waren wir spielerisch meist überlegen, so dass wir zu diesem taktischen Mittel nicht greifen mussten. In der 1. Regionalliga sieht das anders aus. Das muss die Mannschaft jetzt schnell in die Köpfe bekommen“ so Coach Hartmut Oehmen
3. Spieltag
Wildcats Krimi Part 3
In jeder Saison gibt es ein oder zwei Spiele, die mit einem nervenaufreibenden Herzschlag-Finale enden.
In Willich sahen die Zuschauer solch einen Krimi nun aber schon zum dritten mal und das im dritten Spiel.
Vor dem Anpfiff standen die Zeichen für die Gasteber jedoch alles andere als gut. Denn mit Golomb und Dressen (verletzt) und Dörfler (sagte 3 Stunden vor Anpfiff per SMS ab) fehlten gleich drei Spieler, so dass der Kader der Wildcats gerade mal 8 gesunde Spieler umfasste. Nicht gerade optimale Bedingungen, um gegen den Vorjahres-Meister ins Gefecht zu ziehen.
Doch allen Wiedrigkeiten zum trotz legten die Hausherren los wie die Feuerwehr. Ladewig und Polzin dominierten unter den Körben und Boykin traf von aussen, so dass man mit 18:12 in die erste Viertelpause ging. Wer nun ein Aufbäumen von Sechtem erwartet hatte, sah sich erst einmal getäuscht. Bonzelett und Kamphausen liefen im zweiten Viertel zu großer Form auf und zur Halbzeit hatten die Wildkatzen ihren Vorsprung auf sagenhafte 37:24 ausgebaut.
In der Kabine fand Coach Hartmut Oehmen neben lobenden, aber vor allem auch warnende Worte: "Wir haben noch nicht gewonnen und starten in die 2. Hälfte als ob es 0:0 steht" und Anfangs wurde diese Vorgabe von den Akteuren auch perfekt umgesetzt. Doch 2 schnelle Dreier von Sechtem 4 Minuten nach dem Seitenwechsel ließen die Gäste wieder an eine Siegchance glauben.
Eine Willicher Auszeit stoppte zwar dieses Zwischenhoch und mit einer tollen Energieleistung stellten die Gelbhemden innerhalb von 4 Minuten sogar wieder eine 15 Punkte Führung her, doch dann war plötzlich ein Bruch im Spiel.
In der Verteidigung funktionierte die Help-Defense nicht, Pointguard Boykin leistete sich ungewohnte Ballverluste und im Angriff schien auch nichts mehr zusammen zu passen. Ein unglaublicher 17:0 Run bescherte Sechtem gut 5 Minuten vor dem Ende die erstmalige Führung zum 58:60.
Dies rüttelte die Raubkatzen dann doch endlich wach, aber die komfortable Führung war verspielt und man stand erneut mit dem Rücken zur Wand. Sechtem nutzte nun die zahlenmäßige Überlegenheit und stoppte jeden halbwegs freien Wurf mit einem Foul und zwang Willich somit ein ums andere Mal an die Linie. Dort bekleckerte man sich mit 66% aber nicht gerade mit Ruhm und doch führten man in der letzten Minute mit 70:71.
In der nun folgenden Auszeit warnte Wildcats Coach Oehmen ausdrücklich vor den Spielern mit der Nummer 11 und der 8 und er sollte Recht behalten. Bennett konnte Sechtems Ersatz Aufbau nicht halten und auch der Rest des Teams ließ den kleinsten Spieler auf dem Feld ungehindert zum Korbleger gehen. 70:71 und noch sechs Sekunden zu spielen. Statt den ersten Pass nun auf Pointguard Boykin zu spielen erhielt Kai Bennett den Ball und er schaffte es auch, bis an die gegnerische Zone zu dribbeln, doch dort lief er sich fest und das Spiel war aus.
Innerhalb von 7 Tagen verlieren die Wildcats 2 Spiele mit insgesamt 3 Punkten Differenz. Das ist tragisch.
Coach Hartmut Oehmen:
Wenn man mir vor der Saison gesagt hätte, dass wir nach 3 Spielen bereits einen Sieg auf dem Konto haben werden, hätte ich das mit Sicherheit dankend unterschrieben. Mit einem Blick auf die 3 Begegnungen muss man nun allerdings sagen, dass es zwar schön ist, dass wir bewiesen haben, zurecht in dieser Liga zu sein, doch wir hätten auch mit 3:0 Siegen ganz oben in der Tabelle stehen können. Das wäre im Kampf gegen den Abstieg schon die halbe Miete gewesen.
2. Spieltag
Und wieder ein Willicher Krimi
Ohne Matthias Golomb (verletzt) mussten die Wildcats zu Ihrem ersten Auswärtsspiel nach Dortmund Reisen, doch da auch bei den Gastgebern Schönborn und Opitz fehlten, war die Situation vor dem Anpfiff ausgeglichen.
Den besseren Start erwischten jedoch die Hausherren, die mit den unglaublichen 28 Grad in der Halle scheinbar schneller zurechtkamen. Willich wirkte hingegen irgendwie gebremst und zeigte einige ungewohnte Stellungsfehler. Die Dortmunder Halbzeitführung von 41:36 ging daher absolut in Ordnung.
In der Pause wurde dann Klartext geredet. Die Spieler versprachen, zwei Gänge höher zu schalten und man verständigte sich gleichzeitig auf eine Umstellung auf eine Zonenverteidigung.
Wie ausgewechselt kamen die Raubkatzen dann auch aus der Kabine. Mit einem 9:0 Run machte man aus einem 5 Punkte Rückstand eine 4 Punkte Führung und man war wieder im Spiel.
Doch Dortmund gab sich keineswegs auf und erkämpfte sich die Führung innerhalb von 3 Minuten zurück. Eine Auszeit brachte den Gelbhemden dann wieder neuen Schwung, doch der folgende 10:0 Lauf brachte zwar eine 57:49 Führung, aber nicht die erhoffte Vorentscheidung. Acht Minuten vor dem Abpfiff stand es wieder unentschieden und nun entwickelte sich ein echter Basketball Krimi.
Zwei Dreier von Dortmunds US Boy Smith innerhalb von 35 Sekunden trafen Willich zwar hart, aber der Aufsteiger hat erneut eine Antwort parat und kämpfte sich wieder heran (71:71). Nun der zweite Dortmunder Doppelschlag innerhalb einer Minute von der Dreierlinie, diesmal durch Möhring. Derne feierte schon die 6 Punkte Führung 90 Sekunden vor dem Ende, doch wieder zeigten die Raubkatzen Ihre Krallen und erkämpften sich den Ausgleich (77:77) zurück.
In der letzten Spielminute ging Dortmund dann erneut in Führung, doch der insbesondere im vierten Viertel überragende David Boykin zeigte von der Linie keine Nerven und glich erneut aus. Dortmund nahm 14 Sekunden vor dem Ende eine Auszeit und Smith erzielte 5 Sekunden vor dem Herunterlaufen der Uhr die 81:79 Führung für sein Team. Willichs Coach regierte sofort mit einer Auszeit, doch der Tisch ließ die Uhr noch 2 Sekunden laufen und so blieben den Wildcats nur 3 Sekunden, um die Verlängerung zu erreichen. Einwurf Kamphausen auf Boykin, der sich mit 2 schnellen Schritten in Wurfposition bringt. Schuss, der Ball macht eine halbe Drehung im Ring und fällt wieder raus.
Das Spiel ist aus und Willich hat sein erstes Spiel in der 1. Regionalliga nach großem Kampf unglücklich verloren. Aber man hatte auch gezeigt, dass man in der Liga mithalten kann und als Aufsteiger definitiv kein leicht zu nehmender Punktelieferant ist.
1. Spieltag
Wildcats starten als Aufsteiger mit einem Sieg
Der Spielplan hatte es so gewollt. Die Willich Wildcats starteten mit einem Heimspiel in die Saison 2011/2012 und zu Gast war kein geringerer als der Vorjahres Sechste der 1. Regionalliga: der TV Werne. Keine leichte Aufgabe also für den Aufsteiger vom Niederrhein, zumal man als Neuverpflichtungen nur Rückkehrer Michael Ladewig und Shooting Guard David Boykin präsentieren konnte.
Entsprechend zerfahren dann auch die Anfangsphase des Spiels, denn nach 6 Minuten lagen die Gastgeber bereits mit 7:15 zurück und es schien eine klare Sache zu werden an diesem Abend in der Robert Franzen Halle.
Doch die Hausherren wollten sich nicht einfach so geschlagen geben und zeigten nun ihre Krallen. Ein unglaublicher 13:0 Run brachte die höchste Führung des gesamten Spiels und das Team hatte gezeigt: Wir sind in der Liga angekommen !
Aber auch die Gäste schalteten jetzt einen Gang nach oben und immer wieder war es der 2,06 Meter große Center Samanovic, der sich unter dem Korb durchsetzen konnte. Wildcats Center Amin Polzin ist zwar gut 10 cm kleiner, doch unser Herr Doktor stellte die gegnerische Defense immer wieder vor Probleme und auch in der Verteidigung schenkte er dem serbischen Riesen keinen cm Raum.
So entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel, bei dem insgesamt 9x die Führung wechselte und kein Team konnte sich bis zum Ende mit mehr als 4 Punkten absetzen. Die knapp 300 Zuschauer sahen daher zwar kein unbedingt hochklassiges, aber dafür ein unglaublich spannendes Spiel. Geprägt wurde die Begegnung auch von der niedrigen Trefferquote jenseits der 3 Punkte Linie. Während für die Gastgeber der Korb wie vernagelt schien (5 von 25), so schaffte es Werne nicht, seinen gefährlichen Scharfschützen Zajic in eine gute Wurfposition zu bringen. Peter Hähn und Kai Bonzelett machten gegen den besten 3er Schützen der letztjährigen ProB einen überragenden Job und ließen nicht einen einzigen Dreier des Österreichers zu.
Da auch US Neuzugang Boykin bei den Wildcats nach einer durchwachsenen Anfangsphase immer besser ins Spiel kam führten die Raubkatzen 2 Minuten vor dem Ende mit 58:54 und nun gipfelte die Partie in einem echten Herzschlagfinale. Kein Team konnte mehr einen Treffer aus dem Feld heraus erzielen und es ging in kurzen Abständen hüben wie drüben an die Freiwurflinie. Dort mache Werne in der Endphase mit 5 von 6 seine Sache zwar deutlich besser, aber der Sieg ging trotzdem einer mageren 3 von 8 Quote nach Willich.
Der Aufsteiger hatte damit den Start in die 1. Regionalliga bravourös gemeistert und die ersten Punkte im Kampf gegen den Abstieg eingefahren. Aber nicht nur die Jungs auf dem Feld hatten einen Wahnsinns-Job gemacht. Ein ganz besonderer Dank gilt dem Organisationsteam des Willicher Turnvereins, der die Heimpremiere zu einem echten Event werden ließ und für einen reibungslosen Ablauf jenseits des Spielfeldes sorgte.

Wildcats in 1. Regionalliga aufgestiegen
Es ist erst knapp vier Jahre her, da standen die Basketballer des TV Willich mit 0:14 Punkten auf dem letzten Platz der Landesliga und nun schaffte der Club in der Saison 2010/2011 überlegen den Aufstieg in die 1. Regionalliga.
Nach 22 Spieltagen führten die Wildcats die Liga ungefährdet mit 3 Siegen Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Meckenheim an und auch in den beiden direkten Aufeinandertreffen mit den Bonner Vorstädtern behielten die Raubkatzen deutlich die Oberhand.
Dieser vierjährige Höhenflug klingt nach Umsetzung eines akribisch durchdachten Plans, der mit eiserner Disziplin durchgesetzt wurde, doch beinahe genau das Gegenteil war der Fall.
Unter dem Motto: „Mit Spaß zum Erfolg und Erfolg macht den meisten Spaß“ versammelte Coach Hartmut Oehmen das perfekte Team um sich.
Angeführt von den beiden abgezockten Schlitzohren Amin Polzin und Simon Bennett wurden Talente wie Kai Bonzelett und David Skibba zu echten Leistungsträgern und auch das ewige Talent Fabian Kamphausen lud insbesondere bei den Big-Point-Games Verantwortung auf seine Schultern. Unterstützung fand die Truppe im so europäisch spielenden Amerikaner Jemell Swafford, der insbesondere die beiden Oldie-Shooter Matthias Golomb und Peter Hähn immer wieder gekonnt in Szene setzte. Aber auch Chris Dressen, Brahim Bouklata und Timo Dörfler waren stets zur Stelle, wenn das Team Ihre Hilfe benötigte.
Nun stehen die Wildcats vor einer neuen Herausforderung.
Dem Abenteuer 1. Regionalliga.
Es wird so einige Niederlagen geben, doch die gab es im ersten Jahr in der 2. Regionalliga auch.
Aber schon im zweiten Jahr zeigten die Raubkatzen ihren Gegnern die Krallen.
Ein Zyklus, an den man sich in Willich gewöhnen könnte…








